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Segeberg Meistens friedlich, aber 28 Platzverweise und drei Anzeigen
Lokales Segeberg Meistens friedlich, aber 28 Platzverweise und drei Anzeigen
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20:19 08.07.2016
Polizeihauptmeister André Schwelgin hielt in der mobilen Einsatzzentrale die Stellung.

Während die Fußballfans in der Kraft-Arena ihre Aufmerksamkeit auf die 40 Quadratmeter große LED-Wand richteten, standen Polizeibeamte aufgereiht auf der Tribüne und hatten alles im Blick, was im „Kessel“ vor ihren Füßen geschah. Mit rund 30 Beamten war die Polizei bei den Deutschlandspielen vertreten, um direkt eingreifen zu können, falls sich jemand daneben benimmt.

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Während die Fußballfans in der Kraft-Arena ihre Aufmerksamkeit auf die 40 Quadratmeter große LED-Wand richteten, standen Polizeibeamte aufgereiht auf der Tribüne ...

Größere Probleme hat es während der Europameisterschaft aber nicht gegeben. „Bislang ist es immer ruhig geblieben. Wir können durchaus sagen, dass die Public Viewing Veranstaltungen hier sehr friedlich sind“, sagte Polizeihauptkommissarin Bianca Kohnke. Bei vier Spielen war sie während der EM dabei, das Halbfinale der deutschen Mannschaft gegen Frankreich war ihr dritter Dienst als Einsatzleiterin.

Dass die Fußballanhänger friedlich feiern konnten, sei nicht allein Verdienst der Polizei, betonte sie. „Der Sicherheitsdienst nimmt uns ganz viel Arbeit ab. Er macht die Vorkontrollen beim Einlass komplett alleine und setzt die Hausordnung konsequent um“, so Bianca Kohnke. So würden vollalkoholisierte Menschen gar nicht erst hereingelassen. Alkohol und gefährliche Gegenstände müssten ebenfalls draußen bleiben.

Einer, der von Anbeginn der Public-Viewing-Veranstaltungen bei Möbel Kraft dabei war, ist Polizeihauptmeister André Schwelgin, bei dem in einem zur mobilen Einsatzzentrale umgerüsteten Mercedes-Vito alle Fäden zusammenlaufen. Zu Beginn der Fußballübertragungen hatte die Polizei noch eine Einsatzzentrale hoch oben im Gebäude des Möbelhauses. „Das Konzept haben wir aber umgestellt, weil die Wege einfach zu weit waren“, erklärte die Einsatzleiterin. Zum neuen Konzept gehöre auch, dass nach dem Abpfiff für die Polizei noch lange nicht Schluss sei. Vielmehr seien die Polizeibeamten als Raumschutzkräfte in der Stadt unterwegs, um bei möglichen Sachbeschädigungen gleich eingreifen zu können.

Dass die Fans nach einem verlorenen Spiel aggressiver als nach einem gewonnen Match sind, kann Bianca Kohnke indes nicht bestätigen. Dennoch wurden während des Halbfinales 28 Platzverweise ausgesprochen. Zudem habe es eine Anzeige wegen Beleidigung auf sexueller Basis gegeben, in die ausdrücklich kein Asylberwerber verwickelt gewesen sei. Drei alkoholisierte Jugendliche mussten von ihren Eltern abgeholt werden. Nach Spielende trennten die Einsatzkräfte unmittelbar vor dem Eingang zur Arena noch zwei Streithähne. Auf sie warten nun zwei Anzeigen wegen Körperverletzung.

pd

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