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Segeberg Meisterlich — Einlochen mit einem Schlag
Lokales Segeberg Meisterlich — Einlochen mit einem Schlag
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21:22 28.06.2013
Lars Heydt vom MGC Olympia Kiel testet seit Tagen auf der neuen Eternitbahn das Material, am 4. Juli beginnt die Deutsche Meisterschaft.

Der Rasenmäher röhrt über den Minigolfplatz, am Eingang zum Gelände hämmern Mitarbeiter des TV Trappenkamp einen Unterstand für Fahrräder zusammen, Bauarbeiter pflastern die Wege neu. Und mitten drin in der Hektik schieben Kuno Otto und Lars Heydt eine ruhige Kugel. Oder besser einen ruhigen Ball, einen Minigolfball. Denn in der kommenden Woche findet in Trappenkamp die Deutsche Meisterschaft im Minigolf statt. Otto und Heydt vom MGC Olympia Kiel sind qualifiziert und testen schon einmal die neuen Bahnen.

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Vorsitzender Henning von Reichenbach hämmert die Bretter für die E-Bike- Station zusammen. Bis zur Eröffnung soll alles fertig sein.

75 Männer und Frauen spielen ab dem 4. Juli um die Meisterschaft. Große Ambitionen haben Otto und Heydt dabei nicht. „Ich will im guten Mittelfeld landen“, sagt Kuno Otto. „Schön wäre es, die Vorrunde zu überstehen, damit ich auch noch am Sonnabend spielen kann.“ Spielkollege Heydt nickt, so ungefähr stellt er sich das auch vor. „Hauptsache aber ist, wir haben Spaß“, sagt er. Der olympische Gedanke. Um in die Hauptrunde zu kommen müssen sie aber die Hälfte der 63 Männer in den ersten vier Spielrunden ausspielen. 36 Bahnen — 18 Beton-Großbahnen und die 18 neuen Eternit-Kleinbahnen — müssen dann je vier Mal gespielt werden. Und das bei möglichst geringer Schlagzahl. „Der Grundgedanke des Minigolfs ist, jede Bahn mit einem Schlag spielen zu können“, sagt Heydt. Otto hofft für sich auf einen 23er Schnitt auf den kleinen Bahnen. Bei den großen dürfen es auch 29 oder 30 Schläge im Schnitt sein. „Nächste Woche werden wir hier aber 18er Runden sehen“, ist Heydt sicher. Um ihr Ziel zu erreichen, müssen sich die beiden Männer aber mit den Eigenheiten der Bahnen auseinandersetzen und Material testen. Mehrere Dutzend Bälle haben beide dafür mitgebracht — von weich bis hart. Und dann wird gespielt. Immer und immer wieder die selbe Bahn. Langweilig wird ihnen das nicht, sagen sie. „Jede Bahn hat ihren Charakter und auf den muss man sich einstellen“, sagt Otto, der schon seit 45 Jahren Minigolf spielt. Außerdem treffe man bei Turnieren immer viele nette Menschen, ergänzt Heydt.

Bis zum Turnier hat auch TVT-Spartenleiter Jobst Petrina noch einiges zu tun. Üben gehört nicht dazu. „Ich habe 15 Deutsche Meisterschaften gespielt, inzwischen spiele ich aber bei den Senioren III“, sagt der 76-Jährige, der schon den ersten Minigolfclub in Trappenkamp vor 45 Jahren mitgegründet hat. Minigolf solle man nicht unterschätzen. Wenn Laien mal so einen Turniertag von morgens bis abends auf dem Platz verbrachten mit sechs Runden am Stück, da seien am Ende die Füße wund, sagt Petrina, während er einen neuen Faden in den Freischneider einzieht. Das Gras rund um die Bahnen muss getrimmt werden.

Zur Meisterschaft wird er als Schiedsrichter und „Mädchen für alles“ tätig sein. Eigene Spieler wird er nicht bewerten, denn vom TVT hat sich keiner für das Turnier qualifiziert. „Die einzige Spielerin, die das bei uns locker hätte schaffen können, ist im Mutterschaftsurlaub“, sagt Petrina. Die größte Konkurrenz komme aus Nordrhein-Westfalen. „Das ist der größte Verband, sie bringen viele Kaderspieler hervor.“ Die besten werden in den ersten vier Durchgängen sicherlich zwei 18er Runden spielen. Aber ob der Betonbahnrekord gebrochen wird? Der steht seit 2010 bei 22 Schlägen.

„Ich will im guten Mittelfeld landen“,
Spieler Kuno Otto

Nadine Materne

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