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Segeberg Migration: Segeberg unter den Besten
Lokales Segeberg Migration: Segeberg unter den Besten
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20:28 14.11.2016

„Dürfen wir einmal auf uns stolz sein? Ja, wir dürfen“, sagt Landrat Jan Peter Schröder. Vom Deutschen Städtetag und dem Bundesinnenministerium wurde der Kreis zusammen mit 18 anderen unter den 295 deutschen Landkreisen eingeladen, am 2. Dezember in Berlin bei der Tagung „Integration von Flüchtlingen in ländlichen Räumen – Strategische Leitlinien und Best Practices“ als Beispiel zu dienen. „So ganz falsch können wir also nicht gelegen haben“, sagt Karin Grandt, Fachbereichsleiterin für Soziales, Jugend, und Gesundheit.

„Wir beraten alle Flüchtlinge ab 18 Jahren – wichtig ist der dreimonatige Aufenthaltsstatus.“ Sabine Bruhns, Handwerkskammer

Es sei beachtlich, was von den vielen Ehrenamtlichen, aber auch von den Mitarbeitern in der Verwaltung im vergangenen Jahr geleistet worden sei, sagt Schröder. „Unser Ziel ist, möglichst viele der Flüchtlinge hier bei uns zu integrieren. Und da sind wir auf einem guten Weg“, sagt Schröder. Zugleich stellte er die Johanniter Unfallhilfe vor, die sich künftig um die zentralen Unterkünfte in Schackendorf (Sozialpädagogin Sina Koch) und Warder (Sozialwissenschaftlerin Christina Bloch) kümmert. „Wir hatten vom Kreis, von den Kommunen, aber auch von Ehrenamtlichen volle Unterstützung und konnten die meisten Mitarbeiter übernehmen“, sagt Yonathan Arnold, Bereichsleiter Soziale Dienste der Johanniter für Lübeck und die Kreise Segeberg, Ostholstein, Lauenburg und Pinneberg. „Ein wunderschönes Hotel am See – mit eigener Toilette in jedem Zimmer“, so der erste Eindruck von Christina Block in Warder, wo 36 Flüchtlinge untergebracht sind. In Schackendorf sind es zurzeit 51.

Begrüßt werden die Migranten von einem bunt gestalteten Faltblatt, das Ghulam Karimi (25) aus Afghanistan, Vorsitzender des Vereins „AlleineinBoot“, entworfen hat. In den Sprachen russisch, arabisch, kurdisch, persisch und deutsch fasst es zusammen, was an wichtigen Grundegeln zu beachten ist. „Das ,Moin’ musste man auch mir erst erklären“, sagt Karimi, der sich in den ersten drei Jahren in Deutschland vor allem über die Mülltrennung und den Hang zum Radfahren gewundert hat.

Neu unter den Betreuern sind seit kurzem zwei „Bufdis“: Celine Akcay (18) will mit den Kindern in den Unterkünften basteln und backen, Hendrik Wilken (20) will mit ihnen Fußball spielen. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Schröder. „So werden alle Altersschichten berücksichtigt.“

Sabine Bruhns ist Beraterin der Handwerkskammer Lübeck für Flüchtlinge. Sie gehört zum Projekt „Handwerk ist interkulturell“, das wiederum zum Netzwerk „Mehr Land in Sicht“ zählt. Auch in der Kreisverwaltung berät sie Migranten zu den Themen Ausbildung und Beruf, das nächste Mal am Mittwoch, 17. November. Mehr unter ☎ 0451/1506222.

Lothar Hermann Kullack

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