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Segeberg Mission Bildungsnetzwerk: Projektstart in Wahlstedt
Lokales Segeberg Mission Bildungsnetzwerk: Projektstart in Wahlstedt
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22:27 30.10.2013
Rund 70 Teilnehmer von Vereinen, Verbänden, Organisationen, Schule, Firmen und der Politik waren zur Auftaktveranstaltung gekommen. Quelle: Fotos: hil
Wahlstedt

Bürgermeister Matthias Bonse hat ein Bildungsnetzwerk für Wahlstedt zur Chefsache erklärt. Und damit alle, die irgendwie mit Bildung zu tun haben, an einen Tisch rücken, bewarb sich die Stadt, wie berichtet, als Modellkommune für das Projekt „Bildungslandschaften zwischen den Meeren“. Die Bewerbung wurde angenommen. Am Dienstagabend war Auftakt in der Poul-Due-Jensen- Gemeinschaftsschule mit Vertretern von Politik, Verwaltung, Schulen, Kindertagesstätten, Vereinen, Verbänden und Wirtschaft — rund 70 Männer und Frauen.

Das landesweite Programm wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gGmbH organisiert und begleitet. Gefördert wird es vom Sozialministerium, dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft sowie der Aktionsgemeinschaft „Schleswig-Holstein — Land für Kinder“. Die Stadt bekommt in den kommenden 18 Monaten fachliche Unterstützung von Maya Hornberger, Leiterin des Projekts.

„Ihre Anwesenheit zeigt, dass Wahlstedt als Bildungsstandort schon viel zu bieten hat. Wenn man etwas bewegen will, muss man sich selbst bewegen, das haben Sie getan“, begrüßte der Verwaltungschef die große, erwartungsvolle Runde. „Ich weiß, dass hier schon viel vernetzt ist. Darum bin ich gespannt, was an neuem Netzwerk geschaffen werden kann“, sagte Anke Schallmo vom Jugendzentrum JuZ. „Im Kopf habe ich ein Netz, das so eng geknüpft ist, dass es alle Wahlstedter jeden Lebensalters mit ihren jeweiligen Bildungsbiografien umspannt und niemand durchfallen kann“, umriss Bürgermeister Bonse (CDU).

Bei dem Projekt gehe es um die größtmögliche Chancengleichheit, unterstrich Dörte Petersen vom Sozialministerium des Landes, „das es die Effizienz der Mittel fördert ist vor allem für die Stadt ein gerne genommener Effekt“. Zudem sei ein transparentes und ansprechendes Bildungsangebot nicht zuletzt ein wichtiges Kriterium für junge Familien aber auch Unternehmen und somit eine kommunale Zukunftsstrategie.

Emanuel Richter von der Pelz-Gruppe hatte sogar schon ein Etappenziel vor Augen: „Ich erwarte mir neue Impulse in Bezug auf die Kooperation mit der Gemeinschaftsschule, da ist noch viel Luft nach oben. Aber alle Facetten der Bildung sind vielleicht etwas mächtig.“ Auch PDJS-Elternvertreterin Anke Ruge sorgte sich, dass das gesteckte Ziel eines allumfassenden kommunalen Bildungsnetzwerkes zu groß sein könnte: „Ich hoffe, dass nicht nur etwas Theoretisches bleibt.“ Sie sieht die Gefahr, dass „viel gesammelt wird, woraus nichts wird, weil das alles zu groß ist“.

Am Dienstag stand zunächst das Kennenlernen in einer Art Speed- Dating-Runde, das Erfassen des Ist-Zustandes und die Schaffung von Arbeitsgruppen auf dem Programm.

Erste Schwerpunkte wurden in den Bereichen Jugendbeteiligung, Öffentlichkeitsarbeit und Image der Stadt gesetzt. Und ein erstes Ergebnis gab es auch schon: „Die Idee, einen Markt der Möglichkeiten zu veranstalten, stieß auf breite Zustimmung, da kann ich mir eine Umsetzung sehr gut vorstellen“, resümierte Bonse. Alles andere, was zusammengetragen wurde, wird nun zunächst ausgewertet. Noch vor Weihnachten kommt eine übergeordnete Lenkungsgruppe zusammen und zu Jahresbeginn 2014 soll es ein nächstes großes Treffen geben.

Heike Hiltrop

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