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Segeberg Mit James Rizzi gegen das Rauchen
Lokales Segeberg Mit James Rizzi gegen das Rauchen
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21:19 27.04.2016
Wie schädlich das Rauchen ist, hat Bosse (11) auch seinem Vater Jörg Schoer erzählt. Seine vier Zigaretten am Tag raucht dieser aus Rücksicht auf seine Familie stets draußen vor der Tür. Quelle: Fotos: Petra Dreu

„Wir sind smart“: So heißt nicht nur der Kreativwettbewerb, an dem die Schüler der Klasse 5 b des Städtischen Gymnasiums teilgenommen haben, sondern genau so präsentierten sie ihre Arbeiten, für die der 2012 verstorbenen Pop-Art-Künstler James Rizzi Pate gestanden hat. Zwei Bildwände mit einer Gesamtlänge von elf Metern sind dabei entstanden, auf denen sich die Schüler mit dem Rauchen auseinandersetzen.

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Klasse 5 b des Städtischen Gymnasiums beteiligt sich an dem Kreativwettbewerb der Europäischen Union.

„Meine Eltern rauchen nicht. Ich fange damit auch nicht an.“

Justin (11), Schüler

Für ihre Vernissage hatten sich die Schüler richtig in Schale geschmissen. Manche waren sogar in Anzug und Krawatte geschlüpft oder hatten das beste Sonntags- Outfit angezogen, um die eigenen Eltern zu empfangen und ihnen vorzustellen, womit sie sich in den vergangenen Wochen beschäftigt haben. Sogar eine Bowle hatten die Schüler zubereitet und den Gästen Laugengebäck serviert. Das kam bei den Eltern gut an, die von der Kreativität der eigenen Kinder überrascht waren.

Wie eine kurvige Straße zieht sich ein gelber Streifen durch alle 26 Bilder und unterteilt sie auf krasse Weise. Den oberen Bereich nimmt die kunterbunte Rizzi-Welt mit einem strahlend blauen Himmel, Häusern in knalligen Farben und einer Umgebung, in der das Leben tobt, ein. Die unteren Bildteile sind dagegen das genaue Gegenteil. Die Häuser sind so grau wie die Menschen, die mehr schlecht als recht vor sich hinvegetieren. Die Luft scheint voller Smog und sogar Kreuze und unansehnliche Lungenflügel sind auf ihnen zu sehen.

Klassenlehrerin Karin Hollstein und ihre 26 Schüler haben sich seit November mit dem Rauchen auseinandergesetzt. Alle mussten einen Vertrag unterzeichnen, dass sie während des Projektes auch nicht mit dem Rauchen anfangen würden. Über das mit EU-Mitteln geförderte Projekt wurde die Klasse mit Infomaterial versorgt, erarbeitete aber auch eigene Beiträge und Antworten auf viele Fragen: Was bedeutet es, smart zu sein? Welche Rolle spielt in dem Zusammenhang das Rauchen? Sind Raucher smart?

Voll motiviert durch die vielen Eindrücke, die die Schüler während des Unterrichts gewonnen haben, musste sich auch das ein oder andere Elternteil den kritischen Fragen des Nachwuchses stellen.

„Meine Eltern rauchen nicht. Ich fange auch nicht damit an“, hat sich zum Beispiel Justin (11) vorgenommen. Und der gleichaltrige Bosse bekommt kaum mit, wenn seine Eltern rauchen. „Das machen sie nur draußen vor der Tür“, verrät der Schüler.

Um die Bildwände noch mehr in Szene zu setzen, hat Kunstlehrerin Antje Wilkening, die den kreativen Teil des Unterrichts begleitet hat, ein Schild angefertigt, auf dem „Don‘t start — be smart“

geschrieben steht. Am 29. April wird es wie auch die beiden Bildwände abfotografiert und an die Projektträger geschickt. Mit etwas Glück kann sich die Klasse 5 b anschließend über einen Preis für ihre Kreativität freuen.

Von Petra Dreu

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