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Segeberg Mit Johannes Specht steuert jetzt die sechste Generation
Lokales Segeberg Mit Johannes Specht steuert jetzt die sechste Generation
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21:21 29.01.2016
Seit 147 Jahre besteht das Bauunternehmen Specht in Bad Segeberg. Zusammen mit Vater Jörg Specht lenkt jetzt Johannes. Wilhelm ( l.) und Dirk Specht (r.) ziehen sich aus dem Unternehmen zurück. Quelle: Glombik

Gestern war ein großer Tag in der Geschichte des Bad Segeberger Bauunternehmens Johannes Specht GmbH & Co KG. In das kreisweit älteste Bauunternehmen — am 5. Februar wird es 147 Jahre alt — tritt mit dem 25 Jahre alten Johannes Specht nun die sechste Generation in die Firma ein.

Er und Großvater Wilhelm Specht, Vater Jörg und Onkel Dirk Specht waren sich des historischen Moments bewusst. „Wir können alle ein bisschen stolz sein.“ Nachkriegszeit und Baukrisen bewältigt, Nachfolge geregelt. Das Unternehmen mit seinen meist langjährigen 25 Mitarbeitern stehe gut da, die Auftragsbücher seien gut gefüllt. So haben die Spechts den Auftrag für das Bauprojekt Weschehof in der Kurhausstraße bekommen. „147 Jahre und noch kein bisschen müde“, beteuerten die Spechts gestern am Kaffeetisch, erleichtert, dass die Verhandlungen um Geschäftsanteile erfolgreich beendet sind.

Von der Foto-Wand schauen die Ahnen zufrieden herab. Dort hängt auch die Gründungsurkunde vom 15. 2. 1869.

Dirk Specht (55) tritt aus dem Unternehmen aus, gibt seine Anteile ab. 32 Jahre war er hier tätig. Er werde weiterhin als freier Mitarbeiter zur Verfügung stehen, will sich künftig ganz seiner Tätigkeit als Bausachverständiger widmen. Der Experte für die Beurteilung von Schimmelpilz und anderen Baumängeln sieht, dass es im Bereich Segeberg gut zu tun gibt.

Künftig wird Johannes zusammen mit Vater Jörg Specht (58) das Unternehmen leiten. Johannes Specht hat das Maurerhandwerk gelernt und wurde danach gleich Maurer- und Betonmeister. Er wird in diesem Jahr sein Architekturstudium an der Fachhochschule Lübeck abschließen. „Spätestens als ich die Fachrichtung Bau eingeschlagen hatte, war klar, dass es einmal so kommen wird“, sagte der Juniorchef. Er werde sicherlich die eine oder andere Änderung vornehmen, Bewährtes aber beibehalten.

Die Senioren Wilhelm und Gerda Specht sind aus dem Unternehmen ausgeschieden. Fast 70 Jahre waren sie tätig. „Gerade ihnen sind wir zu Dank verpflichtet, schließlich haben sie das Unternehmen durch schwere Nachkriegsjahre geführt“, erklärte Jörg Specht. Zahlreiche stadtbildprägende Bauten wie Dahlmannschule, das „braune Haus“ in der Lübecker, die evangelische Akademie, das AOK-Gebäude und viele andere Häuser haben die Spechts gebaut. Damit soll nicht Schluss sein. . .

wgl

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