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Segeberg Mit Optimismus ins neue Jahr
Lokales Segeberg Mit Optimismus ins neue Jahr
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14:43 31.12.2012
Die Lage-Gunst des Kreises Segeberg wird uns beflügeln.“Bernd Jorkisch, Vize-Präses der IHK
Bad Segeberg

„Der Kreis Segeberg kann die Zukunft mit Optimismus angehen, denn regionale, nationale und internationale Entwicklungsfaktoren geben uns eine attraktive Perspektive.“ Das sagt zum Jahreswechsel Bernd Jorkisch, Vize-Präses der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck und Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS). Und wie Jorkisch bestätigen die Segeberger Unternehmer Marlies Borchert (Segeberger Kliniken) und Dr. Gunnar George (Möbel Kraft), dass man für 2013 zwar mit etwas weniger Dynamik als 2012 rechne, insgesamt aber zuversichtlich ins neue Jahr schaue.

Lücke zwischen Einnahmen

und Kostensteigerungen

In der Gesamtsicht, so Marlies Borchert sei für 2013 mit einem angespannten Branchenumfeld zu rechnen: „Wir werden auch im nächsten Jahr die Kürzungsmaßnahmen der Bundesregierung aus 2011 spüren. Die Lücke zwischen Einnahmen und Kostensteigerungen wächst somit weiter und wird zusätzlich durch Steigerungen im Personal- und Energiebereich verschärft.“ So sei es für ein Klinik-Unternehmen ein anspruchsvolles Ziel, auch 2013 erfolgreich zu sein.

Zuletzt habe die Gruppe Segeberger Kliniken stark in Infrastruktur, neue Gebäude und innovative Medizintechnik investiert: „Es wird in 2013 darum gehen, diese Maßnahmen harmonisch in den Betrieb zu integrieren und zum Wohle der Patienten einzusetzen“, sagt Borchert. Vor allem in den Bereichen Akutmedizin und Rehabilitation sei man solide aufgestellt und könne mit einiger Zuversicht ins nächste Jahr schauen.

Energiekosten sind

beträchtlich gestiegen

Schon in Privathaushalten blickt man sorgenvoll auf die Preise an den Zapfsäulen und auf die Heizölrechnung — in großen Unternehmen sind die Energiekosten zu einem erheblichen Kostenfaktor geworden, bestätigt Dr. Gunnar George, Vorstandsvorsitzender bei Möbel Kraft, und nennt dazu auch Zahlen: „In diesem Jahr haben wir für Strom, Gas und Diesel gut zwei bis drei Millionen Euro mehr ausgegeben als im Jahr zuvor.“ So sei der Möbel-Riese aus 2012 mit „Plusminus Null“ herausgegangen, rechne aber trotzdem mit einem erfolgreichen Jahr 2013. Man müsse nur hoffen, dass die Entwicklung von Griechenland und anderen wirtschaftlich bedrohten EU-Staaten sich nicht in einer höheren Arbeitslosigkeit hierzulande niederschlagen werden: „Das wäre schlecht für die gesamte Branche. Denn wenn das Familieneinkommen geschmälert wird, werden vor allem Möbel- und Autokauf auf spätere Jahre hinausgeschoben.“ Jene Zeiten, als die Möbelwirtschaft von der Unsicherheit beim Euro profitiert habe (Motto: Bevor das Geld nichts mehr wert ist, kaufe ich mir schnell noch ein neues Wohnzimmer) seien jedenfalls abgeklungen.

Große Neuerungen seien bei Möbel Kraft im neuen Jahr nicht zu erwarten. Auch beim Thema Internet-Verkauf werde Kraft sich zunächst abwartend verhalten, sagt der Vorstandschef. George: „Das ist auch ein logistisches Problem: Möbel kann man nicht einfach so bundesweit anbieten wie etwa Schuhe.“ Schließlich verstehe Möbel Kraft sich als Vollservice-Unternehmen, liefere die Möbel nicht nur aus , sondern stelle vor Ort auch auf — eine Tour zum Bodensee mache da wirtschaftlich keinen Sinn: „Ich kenne kein Möbelhaus, das bislang durch Internet-Angebote Gewinne macht.“

Beliebte Möbel Kraft-Aktionen wie die Eisbahn und das Weihnachtsmarkt-Zelt werde es auch 2013 wieder geben. Eine Freiluft-Arena nicht: Schließlich finden im neuen Jahr weder Fußball- Welt- noch Europameisterschaften oder Olympische Spiele statt, sagt der ehemalige Zehnkämpfer.

Dafür dürften Kraft-Kunden sich erneut auf drei Wochen Oktoberfest freuen: „Das haben wir dieses Jahr erstmals über die lange Strecke ausprobiert und es war sehr erfolgreich.“

Nach Südeuropa wird

weniger exportiert

Die Klimaindex-Abfrage der Industrie- und Handelskammer laufe noch, sagt Vize-Präses Bernd Jorkisch, Inhaber des Joda-Holzhandels in Daldorf. Schon jetzt aber zeichne sich ab, dass es leichte Export-Rückgänge vor allem in Südeuropa geben werde. Doch die Position in der Metropolregion Hamburg, der abgemilderte demographische Wandel und die verbesserte Infrastruktur durch A 20, A 21 und ausgebauter A 7 würden im Kreis Segeberg für nachhaltige wirtschaftliche Impulse sorgen.

Bei allen Chancen bleibe das Risiko durch die Finanzmärkte: „Hier müssen die öffentlichen Haushalte durch strenge Budgetkontrolle und Konsolidierung für Vertrauen sorgen, wozu sie lobenswerterweise immer mehr bereit sind“, sagt der Unternehmer.

Lothar Hermann Kullack

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