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Segeberg Mit dem Messer herumgefuchtelt
Lokales Segeberg Mit dem Messer herumgefuchtelt
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18:20 16.06.2016

„Ich wusste, dass ich ein Messer in der Tasche hatte. Ich weiß aber nicht, wie es in meine Hand gekommen ist.“ Martina G. (alle abgekürzten Namen geändert) erzählt mit zitternder Stimme vom Streit mit ihrem Mann René. Mit dem Messer soll die 27-Jährige auf den Mann losgegangen sein – nicht planvoll, sondern „einfach nur so herumgefuchtelt“

habe sie. Auf versuchte gefährliche Körperverletzung lautete die Anklage – doch am Ende stellt Richterin Sabine Roggendorf mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft das Verfahren ohne jede Auflage ein.

Die Zeugen werden gar nicht mehr gehört.

Übrig bleibt eine Frau, die ihrem Mann – von dem nun die Scheidung bevorsteht – ganz offenbar nicht gewachsen ist. René sei nie gewalttätig geworden, sicher aber werde er laut, wenn ihm etwas gegen den Strich gehe, berichtet die Angeklagte: „Ich kenne meinen Mann, der macht keine halben Sachen.“ Immer habe sie versucht, es ihrem Mann Recht zu machen: „Sein Ding war mein Ding.“ Überhaupt sei für sie Streit „das Allerschlimmste überhaupt“. Bereits ihre erste Ehe sei „nicht gerade sehr nett“ gewesen, und so habe sie nun in der neuen Beziehung versucht, ihrem Mann alles recht zu machen.

Trotzdem habe es immer wieder Streit gegeben.

Was an jenem Tag konkreter Anlass war, bleibt im Dunklen. Sie sei gerade nach Hause gekommen, da habe ihr Mann schon gesagt: „Du verlässt die Wohnung“ und habe damit begonnen, ihre Sachen zu packen. Das habe sie „verrückt gemacht“, auch dass er nicht habe sagen wollen, wo sich Tochter Jasmine befinde (die bei seinen Eltern war). Überhaupt Jasmine: René G. trägt diesen Namen groß

tätowiert auf dem Unterarm. Im Motorradklub aber habe er erzählt, die Tochter heiße nach seiner ersten großen Liebe so.

Kein Schuldspruch, aber der dringende Rat der Richterin, sich fürs Scheidungsverfahren Hilfe zu holen: „Gehen sie nicht über Los, gehen sie gleich zur Familienberatung.“ Lothar Kullack

LN

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