Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Mit der 7753 durch die Südstadt: Kommt die dritte Stadtbuslinie?
Lokales Segeberg Mit der 7753 durch die Südstadt: Kommt die dritte Stadtbuslinie?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:24 26.11.2016
Die Linie 7751 ist eine der beiden Bad Segeberger Stadtbuslinien. Sie sind werktäglich von 6.35 Uhr bis 19.30 Uhr im Einsatz. FOTOS: WULF

. Im Süden der Stadt tut sich mächtig was: Das neue Gewerbegebiet „Burgfelde“ wird zurzeit erschlossen, fast nebenan ist ein neues Wohngebiet entstanden. Was fehlt, ist bislang eine echte Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr. Das könnte sich bald ändern. Die Südwestholstein ÖPNV-Verwaltungsgemeinschaft (SVG), die für den Busverkehr in Segeberg zuständig ist, hat nach Anfrage der Stadt ein mögliches Konzept zur Erschließung des Stadtteils durch eine dritte Stadtbuslinie erstellt. Die Kosten für Bad Segeberg sollen sich zwischen 123000 und 176000 Euro pro Jahr bewegen. Das Konzept wird jetzt in den Ausschüssen der Stadt beraten, am 13. Dezember soll die Stadtvertretung darüber entscheiden.

Zwar fahren auch jetzt bereits Busse durch das Gebiet entlang der Rosenstraße, allerdings handele es sich bei den Linien 7651, 7660 und 7670 um „ein nicht systematisches, wenig transparentes, überwiegend aus Einzelfahrten bestehendes Fahrplanangebot“, heißt es seitens der SVG. Hinter dem Attraktivitätsniveau und dem Nutzen der beiden Bad Segeberger Stadtbuslinien 7751 und 7752 mit ihrem werktäglichen 30-Minuten-Takt zwischen 6.30 und 19.30 Uhr würden diese Linien klar zurückbleiben. Rund 400000 Fahrgäste nutzten laut der Verwaltungsgemeinschaft jährlich die beiden Stadtbusse.

Das neue Konzept sieht nun die Einrichtung einer Linie 7753 vor. Diese soll vom Bad Segeberger Zob zu einer Endhaltestelle im Tulpenweg, Asternweg oder Jasminstraße fahren. Dort gibt es nämlich entsprechende Wendemöglichkeiten für die Fahrzeuge. Der Weg dorthin soll über sechs Haltestellen (Bienenhof, Fritz-Reuter-Weg, Schulzentrum, Weißdornstraße, Heinrich-der-Löwe-Ring und Dahlienstraße) führen. Die Haltestellen sollen ebenfalls im 30-Minuten-Rhythmus angefahren werden.

Das Konzept sieht dabei zwar nur einen zusätzlichen Bus vor. Die Planer weisen aber gleichzeitig darauf hin, dass auch mehrere Busse eingesetzt werden könnten, wenn man von jenem Grundsatz abweichen würde. Dann ließe sich sogar Klein Gladebrügge mit anbinden oder es gebe andere innerstädtische Varianten. Aufwand und Kosten würden dann aber steigen. Aktuell geht die SVG von einem Finanzierungsbedarf von 176000 Euro zusätzlich im Jahr aus. Nach drei Jahren, wenn sich die Linie etabliert habe, seien es laut Planer möglicherweise nur noch 123000 Euro, die die Stadt zusätzlich finanzieren müsste.

„Wenn man den Anspruch vertritt, in einer Stadt gleichwertige Lebensbedingungen zu schaffen, dann sollte diese Lücke im Nahverkehr geschlossen werden“, sagt SVG-Geschäftsführer Claudius Mozer. Die Linie könnte in einem Jahr, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017, eingeführt werden.

Zuschussgeschäft

30 Prozent der Kosten für den ÖPNV werden in Segeberg ungefähr über Fahrgelderlöse wieder eingenommen. Den Rest muss die Kommune tragen. Damit die beiden bisherigen Stadtbusse eine schwarze Null schreiben würden, müssten sie pro Jahr 1,4 Millionen Fahrgäste transportieren – aktuell sind es rund 400 000.

Der Kreis Segeberg hat zusammen mit den Kreisen Pinneberg und Dithmarschen die Südwestholstein ÖPNV-Verwaltungsgemeinschaft (SVG) gegründet. Deren Aufgaben sind die Planung, Organisation, Steuerung und Finanzierung des ÖPNV.

von Jan Wulf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Segeberg ZUM 1. ADVENT - Du hast die Wahl!

Entscheidungen gehören zum Leben. Immer wieder muss ich in meinem Alltag Entscheidungen treffen: Viele fallen ganz automatisch, andere Entscheidungen wollen reiflich ...

26.11.2016

. Seit etwa fünf Jahren beschäftigt sich die Gemeinde Groß Niendorf mit der Ausweisung eines Gewerbegebietes.

26.11.2016

Hüfthoch stapeln sich die Kartons mit Eiern, die Ulrike und Astrid Spahr vom Hof der Familie an diesem Tag zur Segeberger Tafel bringen. Gut 3000 Stück. „Alles Güteklasse A“, betont Astrid Spahr.

26.11.2016
Anzeige