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Modell-Schule für digitales Lernen: Ministerin besucht HKS

Wahlstedt Modell-Schule für digitales Lernen: Ministerin besucht HKS

3000 Euro Preisgeld gab es für das Konzept der Helen-Keller-Schule schon — Gestern schaute Britta Ernst in Wahlstedt vorbei, um sich das Projekt in der Praxis anzusehen.

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Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) zu Gast in der HKS. Die vierzügige Grundschule ist Vorbild in der Anwendung digitaler Medien. Lehrer Gerhard Kaufhold leitet das Projekt für die informationstechnische Grundausbildung der Jungen und Mädchen.

Quelle: Heike Hiltrop

Wahlstedt. Über die Hälfte aller Neun- und Zehnjährigen nutzt das Smartphone, das Internet und soziale Netzwerke. Wie Kinder den Umgang mit digitalen Medien meistern, ist dabei vielen selbst überlassen. Nicht so an der Helen-Keller Grundschule (HKS), die elektronische Kommunikation seit 20 Jahren systematisch nutzt. Dort gehört Informationstechnische Grundbildung (ITG) mit klar definierten Lernzielen fest zum Stundenplan. Darüber hinaus wird digitale Technik fächerübergreifend angewendet. Ein guter Grund, dass Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) sich gestern persönlich ein Bild machen wollte.

„Die Schule ist ein Vorbild. Sie zeigt, wie es gehen kann.“ Britta Ernst (SPD)

Die HKS landete im vergangenen Jahr mit ihrem Konzept beim Digital-Wettbewerb des Landes ganz weit vorn (die LN berichteten). Es gab 3000 Euro für die Anschaffung von Laptops für das PC-Mobil und die HKS ist seither eine von 20 Modellschulen (davon nur fünf Grundschulen). Sie gelte als Vorbild und zeige, wie es gehen kann, so die Ministerin.

Ein gutes Basiswissen zu digitalen Medien sei so wichtig wie das kleine Einmaleins, sind sich die Verantwortlichen einig. Auf weiterführenden Schulen wird der Umgang erwartet. Doch in der Praxis ist Luft nach oben. „Wir bringen den Kindern lesen und schreiben bei, da kann es nicht unser Streben sein, sie als digitale Analphabeten durchs Leben zu schicken“, so Lehrer Gerhard Kaufhold, der das HKS-Projekt leitet. Und damit rennt er offene Türen ein: Die Stadt fördert die digitale Kompetenz der Schüler indem sie investiert. Auch dafür gabs gestern Lob von höchster Stelle: „Wir freuen uns, wenn Schulträger diese Aufgabe als ihre Verantwortung wahrnehmen“, so Britta Ernst.

Derzeit werde in den Modellschulen geschaut, wie die Praxis gestaltet werden könnte, denn so betonte die Ministerin: „Ich möchte nicht, dass wir etwas von oben entscheiden, das später nicht mit Leben gefüllt wird.“

In der zweiten Jahreshälfte solle eine Auswertung zeigen, wohin die Reise gehen wird. Sollen Lehrpläne geändert, soll Extraunterricht angeboten werden oder digitale Arbeit systematisch in allen Fächern eine Rolle spielen, darüber wird dann zu entscheiden sein. Die Lehrer treffen auf dem Gebiet jedenfalls nie auf Lernwiderstand. Kaufhold: „Anders als in anderen Fächern gibt es hier kein Kind, dass sagt: Ich habe keine Lust.“

Digitale Nutzung im HKS-Unterricht

111 digitale Nutzungskonzepte wurden 2015 von einer Jury aus Fachleuten für Medienbildung und digitale Entwicklung ausgewertet.Daraus wurden Modellschulen ausgewählt. Die HKS ist eine von ihnen.

Drei Bereiche umfasst ihr Projekt: „Nutzung zum Lernen und Üben“, „Beherrschen des Instruments auf dem jeweiligen Entwicklungsstand“, „Verwendung zur Recherche für und Erstellung von eigenen Unterrichtsbeiträgen“.

Das Konzept ist nicht starr. Es versteht sich als lebendiger Prozess, der sich stetig weiterentwickeln soll. Die Stadt investiert demnächst 15000 Euro für neue Lehrer-PCs und ein digitales Whiteboard (interaktive Tafel). hil

Von Heike Hiltrop

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