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Modernes und sparsames LED-Licht auch für arme Gemeinden

Kaltenkirchen Modernes und sparsames LED-Licht auch für arme Gemeinden

Die Umstellung der Straßenbeleuchtung von alten Quecksilberdampflampen auf neue LED ist effektiv aber teuer. Mit bezahlbaren Lösungen verhilft die Kaltenkirchener Firma „Stadt.Land.Licht“ auch Gemeinden ohne Finanzpolster dazu, mit LED-Licht Geld zu sparen.

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Dieter Breckau zeigt eine der LED-Leuchten, mit denen er bereits in vielen Gemeinden alte HQL-Leuchten ersetzt hat.

Quelle: PD

Kaltenkirchen/Traventhal. Bei den meisten Gemeinden ist Ebbe in der Haushaltskasse, so dass für viele der Gedanke, bei der Straßenbeleuchtung Energie und damit Kosten zu sparen, auch heute noch ein Traum ist. Nicht so in Traventhal, einer Gemeinde mit 530 Einwohnern fünf Kilometer südlich von Bad Segeberg. Wenn ihr Bürgermeister Udo Bardowicks abends durch sein Dorf geht, blickt er mit Genugtuung zu den Straßenlaternen hoch. „Wir haben die ganze Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt. Das Licht ist angenehm und viel heller als unsere alten Leuchten. In Ecken, die schon immer zu dunkel waren, hat uns die Firma zusätzliche Straßenlaternen installiert. Und das Beste: Wir zahlen nur noch ein Fünftel der Stromkosten“, sagt Udo Bardowicks stolz.

 

LN-Bild

Dieter Breckau (l.) und Udo Bardowicks sind zufrieden: In Traventhal wurden auch die dekorativen Straßenlaternen mit LEDs bestückt.

DIE IDEE:

Berechnung, Planung und Installation von Beleuchtungskonzepten, die auch für Gemeinden, Kommunen und Unternehmen ohne Finanzpolster bezahlbar sind.

DAS UNTERNEHMEN:

Das Kaltenkirchener Unternehmen hat derzeit fünf Mitarbeiter, ist aber dabei, sich zu vergrößern. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.stadtlandlicht.de.

DIE GRÜNDER:

Dieter (40) Breckau ist Lichtplaner und Wirtschaftsingenieur. Er führt das Unternehmen mit seinem Bruder Jan (38). Vater Wolfgang ist Impulsgeber, Gesellschafter und Ratgeber.

Dabei war er zuerst skeptisch, als ihm Dieter Breckau (40), der zusammen mit seinem Bruder Jan (38) die Kaltenkirchener Firma „Stadt Land Licht“ führt, das Konzept des Unternehmens vorstellen wollte.

Als Gegenleistung für die Umstellung sollte die Gemeinde nicht etwa viel Geld für die Umrüstung zahlen, sondern die gleichen Stromkosten wie in den Jahren zuvor veranschlagen. Da die LED wesentlich weniger Strom verbrauchen, sollte nur der Differenzbetrag an „Stadt Land Licht“ gehen – so lange, bis sich die Kosten amortisiert hätten.

„Das Einsparpotenzial in Traventhal hat uns selbst überrascht. Innerhalb von zwei Jahren wären die Lampen dadurch finanziert gewesen“, erzählt Breckau. „So lange wollten wir aber nicht warten. Wir haben alles auf einmal bezahlt und sparen so von Anfang an“, sagt Udo Bardowicks, der sich zuvor bei seiner Amtskollegin von Seth über die Firma erkundigt hatte. „Seth hatte vor uns die gesamte Straßenbeleuchtung umgestellt und war überaus zufrieden. Als Vater und Sohn dann bei uns waren, gab es keine Zweifel mehr.“

Wolfgang Breckau hat bereits das Rentenalter erreicht, ist aber nach wie vor als Gesellschafter und Ratgeber im Unternehmen tätig. Er war es, der seine Söhne von dem Konzept des „Energiespar-Contracting“ überzeugte und sie zum Schritt in die Selbstständigkeit ermunterte. „Mein Vater hat etliche Jahre in China in der Luftfahrt gearbeitet. Ihn beeindruckte, dass die Infrastruktur dort auf dem neusten Stand der Technik ausgestattet war“, so Dieter Breckau. Als sein Vater wieder zurück nach Hause kam, sei Energiesparen ein großes Thema gewesen. „Jeden Tag, den die Gemeinden ihre alte Beleuchtung hängen lassen, verbrennen sie Geld“, habe sein Vater damals gesagt und nach Lösungen gesucht, um auch finanziell nicht gut gestellte Gemeinden eine Umstellung auf die LED-Technik zu ermöglichen.

Heraus kam das Konzept, das Dieter und Jan Breckau seit ihrer Firmengründung vor vier Jahren umsetzen. Sie berechnen und planen Licht mit den unterschiedlichsten Anforderungen. Damit zeigen sie nicht nur Gemeinden, sondern auch Parkplatzbetreibern sowie Industrie – und Gewerbebetrieben Beleuchtungs- und Finanzierungslösungen auf und übernehmen die Wartung der Lichtanlagen.

Eine tolle Sache sei, dass es inzwischen EU-Fördermittel für die Gemeinden gebe. Der Haken: Sie müssen dafür 80 Prozent Einsparpotenzial nachweisen. „Wenn sie bereits auf Energiesparleuchten umgesattelt haben, werden sie das kaum erreichen. Auch sind dann keine alternativen Finanzierungsmodelle möglich“, sagt Dieter Breckau, der Gemeinden auch über Fördermöglichkeiten informiert und sich an Ausschreibungen beteiligt. Vielen Gemeinden hat er jedoch auch ohne Förderung zum Sparen verhelfen können. „Unser Konzept ist für Gemeinden interessant, die kein Geld für solche Investitionen haben. Für viele sind wir die einzige Lösung.“

Jetzt schon bewerben: LN-Existenzgründerpreis 2018

Zum achten Mal loben die Lübecker Nachrichten einen Preis für mutige Firmengründer aus.

Für die Verleihung des LN-Existenzgründerpreises im Frühjahr 2018 können Sie sich schon jetzt bewerben. Teilnahmeberechtigt sind volljährige Existenzgründer mit Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2014 gegründet wurden und ihren Sitz im Raum Lübeck haben. 5000 Euro gibt es für den Existenzgründerpreis, gestiftet von Juwelier Mahlberg, 3000 Euro für den LN-Innovations- und Mutpreis für eine ungewöhnliche Geschäftsidee.

Bewerber fordern die Unterlagen unter existenzgruenderpreis@LN-Luebeck.de an oder:  www.LN-existenzgruenderpreis.de

 Petra Dreu

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