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Segeberg Möbel und Mode: Dodenhof plant große Erweiterung
Lokales Segeberg Möbel und Mode: Dodenhof plant große Erweiterung
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09:57 26.01.2016
Vor gut zwei Jahren gab es von der Landesregierung das Okay für die Firma Dodenhof, am Standort Kaltenkirchen 6500 Quadratmeter anzubauen. Quelle: Christian Spreer

Vor gut zwei Jahren gab es von der Landesregierung das Okay für die Firma Dodenhof, am Standort Kaltenkirchen 6500 Quadratmeter anzubauen. Was ist seither geschehen? Will das Unternehmen nicht weiter wachsen? Geschäftsführer Bernd Chylla: „Wir haben ja erst seit August 2015 einen rechtskräftigen B-Plan. Bis dahin haben wir tatsächlich recht wenig getan.“ Man habe damit rechnen müssen, dass Nachbargemeinden weiterhin versuchen würden, das Projekt Erweiterung zu torpedieren. „Aber jetzt sind wir in Kaltenkirchen mitten in der Planung. Wir wollen im Jahr 2018 dort bauen.“ Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht.

Wie Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause den LN sagte, seien von den zusätzlichen 6500 Quadratmetern 5400 für Möbel vorgesehen und 1100 für Modeartikel. Ursprünglich hatte Dodenhof um 16700 Quadratmeter erweitern wollen, doch da hatte die Landesregierung nicht mitgespielt. Krause: „Ein Wachstum von Dodenhof im Möbel- und Modebereich war für uns kein Problem, aber Sortimente, die dazu führen, dass die Innenstadt belebt wird, sollen sich auch in der Innenstadt oder an einem anderen Standort als Dodenhof ansiedeln.“ Das habe das Unternehmen eingesehen. Auch von früher geplanten Sortimenten wie Schmuck, Spielwaren und Parfümerie habe sich die Firma verabschiedet, um die „Schrumpfung“ der zusätzlich erwünschten Verkaufsfläche auf 6500 Quadratmeter zu erreichen.

Krause: „Zudem haben wir mit der Familie einen Kompromiss geschlossen, indem wir den gesamten Elektrobereich, den Dodenhof bei sich ansiedeln wollte, jetzt im Ohlandpark haben — allerdings mit der Firma Expert.“ Für den Möbelbereich plane die Familie Dodenhof am jetzigen Standort einen Anbau an das Gebäude, offenbar an der Stelle, wo jetzt die Gartenmöbel stehen. Dieser Verkaufsbereich werde vermutlich verschoben.

Geschäftsführer Chylla bestätigte das: „Gartenmöbel werden wir auf jeden Fall weiterführen — ob im Zelt oder im festen Bau, ist noch offen.“ Derzeit laufe ein Architektenwettbewerb, von dem man sich gute Lösungen verspreche. Entsprechend könne man auch noch nichts über die Kosten sagen.

„Einen Bauantrag haben wir noch nicht vorliegen“, bestätigte Bürgermeister Krause den LN. Die Familie werde die Investition sicher genau überlegen. Es handele sich schließlich um keine Kleinigkeit.

Dass Dodenhof nicht an dem Vorhaben festhalten werde, könne er sich nicht vorstellen. Schließlich müsse sich das Unternehmen gegen starke Konkurrenz behaupten. Krause zählte Möbel-Kraft in Bad Segeberg, Ikea in Kiel und Hamburg, Möbel-Höffner in Hamburg und das Designer Outlet-Center in Neumünster auf.

Keine Forderung der Stadt oder des Landes sei gewesen, dass Dodenhof eine Boutique in der Kaltenkirchener Innenstadt eröffnet. Das sei auch kein Teil des Kompromisses gewesen. Krause: „Das war so was wie eine Good-Will-Aktion. Wir haben immer gesagt, die Großen in der Stadt müssen sich auch für den Kern der Stadt engagieren — in welcher Form auch immer.“ Für Dodenhof habe sich daher eine Modeboutique („Look & Like“) mit 550 Quadratmetern Verkaufsfläche angeboten, quasi „einen Kundenmagneten an den Bahnhof zu setzen“. Dieses Versprechen habe die Familie umgesetzt.

Obwohl: „Die Boutique ist für uns ja ein ganz kleines Format“, sagte Chylla. „Und völliges Neuland — wir üben da noch.“ So ganz zufrieden sei man mit dem Umsatz noch nicht. „Wir suchen dort Wege — auch Herrenbekleidung soll hier Platz finden.“ Wie Chylla sagte, sei die Boutique am AKN-Bahnhof tatsächlich ein bisschen ein Zeichen des guten Willens gewesen, „aber wir wollen dort natürlich auch Geld verdienen“. Man sei auch gegenüber der Stadtverwaltung und dem Bürgermeister im Wort gewesen.

Christian Spreer

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