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Segeberg Mützen, Schals, dicke Socken: ATP-Kreativgruppe strickt für Flüchtlinge
Lokales Segeberg Mützen, Schals, dicke Socken: ATP-Kreativgruppe strickt für Flüchtlinge
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21:17 22.12.2015
Zögerlich suchten sich die Flüchtlinge aus Wankendorf bei der Spendenübergabe in der ATP-Tagesstätte einen Schal aus . Quelle: Materne

Ein großer Haufen mit kuscheligen Schals, bunten Bommelmützen und niedlichen Babysöckchen aus dicker, warmer Wolle liegen auf dem Tisch. Gestrickt von Besuchern der Tages- und Betreuungsstätte der Ambulanten und Teilstationären Psychiatrie (ATP) in Bad Segeberg. Gestern wurden die Sachen an Flüchtlinge gespendet.

Im Rahmen der Eingliederungshilfe gibt es schon seit Jahren die Kreativgruppe, in der schon immer gern gestrickt wurde, sagt ATP-Leiterin Vera Päsler. Normalerweise werden die Ergebnisse beim Jahresfest des Landesvereins verkauft. Doch nachdem in diesem Jahr schon Teddys für Kinder psychisch kranker Frauen gefertigt und gespendet wurden, wurde im September überlegt, ob es nicht ein neues zu unterstützendes Projekt gebe. „Die Flüchtlinge waren in aller Munde“, so Päsler. Und dass warme Kleidung für sie gebraucht werde. Also fingen die fünf Damen uns zwei Herren an zu stricken. Das Ergebnis konnte sich Heinz Michalski, Flüchtlingsbeauftragter des Amtes Bockhorst-Wankendorf (Kreis Plön), und einige Flüchtlinge jetzt in Bad Segeberg abholen. Der Kontakt zu Michalski kam über ATP-Mitarbeiterin Birgit Borlinghaus zustande. 100 Flüchtlinge werden im Amt derzeit betreut. „Jede Familie hat einen Betreuer“, so Michalski. Der Helferkreis sei sehr rege. Allein in Wankendorf gebe es 40 Ehrenamtliche. „Jede Woche kommen ein bis zwei Familien dazu“, berichtet er, während die kleine Sarah (2) aus dem Irak schon eine Bommelmütze nach der anderen aufprobiert. Das war schön anzugucken, für die Damen der Strickgruppe, die jetzt schon wieder neue Schals häkeln und stricken — „für den Basar in Rickling“, erläutert eine von ihnen.

Flüchtlingshelferin Beate Gerstand hilft den mitgekommenen Flüchtlingen bei der Auswahl. Den großen Rest der Strickware nimmt Heinz Michalski mit zum Flüchtlingscafé in Wankendorf. Hier sollen die Sachen nach und nach an die Neuankömmlinge verteilt werden.

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