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Segeberg Musik erfüllte die Straßen Bad Segebergs
Lokales Segeberg Musik erfüllte die Straßen Bad Segebergs
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20:12 10.06.2017
Der Mischbar-Chor singt nicht nur, er zeigt auch einen „Klatsch-Kanon“ unter der Leitung von Mira Drews (mit der kleinen Trommel). Quelle: Foto: Silvie Domann
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Bad Segeberg

„Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König“ – mit diesem Kanon-Klassiker eröffneten gestern der Chor der Theodor-Storm-Schule und der Männerchor Bad Segeberg gemeinsam mit den knapp 300 Zuhörern vor der Volksbankbühne „Segeberg singt“. Sie machten damit viele zu Königinnen und Königen.

1000 Sängerinnen und Sänger machten mit bei „Segeberg singt“.

Zum dritten Mal war die Innenstadt einen ganzen Tag lang in Musik gehüllt. 1000 Sängerinnen und Sänger auf 23 Bühnen, 36 Chöre, zwölf Bands und Solisten sorgten für klingende Plätze, Straßen und Säle und zauberten vielen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht.

„Singen verbindet und macht Spaß. Es ist ein Zeichen von Harmonie gegenüber einer Welt, die gerade kalt und hart ist“, betonte Organisator Detlef Dreessen. Maren Berger, zweite stellvertretende Kreispräsidentin, sagte in ihrer kurzen Rede, wie gut der Kreis mit seinen 150 Jahren aussehe, aber vor allem nun mit den vielen Sängern. Sie zitierte Goethe mit „Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.“ Auch Bad Segebergs stellvertretender Bürgervorsteher Wolfgang Tödt freute sich über die „klingenden Straßen“ der Stadt. Trotz Hunger, Tod, Krieg und Zerstörung auf der Welt sei ihm ein leises Lied eingefallen. Eines, das einst in den Schützengräben in verschiedenen Sprachen gesungen worden sei und für einen Augenblick Herzen und Ohren geöffnet habe: Lilly Marleen. Offene Herzen und Ohren wünschte er Teilnehmern und Besuchern von „Segeberg singt“.

Viele der Chöre machten zum wiederholten Male mit. So zum Beispiel die Singgemeinschaft der Männerchöre in Winsen/Luhe, die vor ihrem Auftritt sich eine ruhige Ecke gesucht hatten und mit ihrem Leiter Michael Georgi „Die Juliska aus Budapest“ probten. Zum ersten Mal war dagegen das Duo „Maite und Jannick“ aus Schmalensee zu hören. Die 17-Jährigen machen seit vier Jahren gemeinsam Musik, nun sangen und spielten sie Pop- und Countrysongs. Viel Applaus bekam auch die A-capella-Gruppe „Gram of Fun“ aus Pölva/Räpina. Die jungen Frauen zwischen 17 und 20 Jahren besuchen seit drei Jahren die Musikschulen in Pölva beziehungsweise Räpina, lernen dort singen und Klavier spielen. Für ihren Auftritt in Bad Segeberg hatten sie sich eine Mischung aus modernen estnischen und englischen Liedern ausgesucht. Auch ein deutscher Song war dabei: Von Katja Ebstein sangen sie „Wunder gibt es immer wider“. Wunderbar anzuhören war auch ein iranisches Lied, das der internationale Chor, der Mischbar-Chor, unter der Leitung von Mira Drews sang. Eine zarte Melodie, die das Grün der Reisfelder widerspiegelte. Der Chor sang nicht nur, er zeigte auch einen Klatsch-Kanon; zu einem Rhythmus lud Mira zum Mitmachen ein. Am Abend klang „Segeberg singt“ dann mit diversen Konzerten in vielen Kneipen der Stadt aus.

Silvie Domann

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