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Segeberg Musik zur Marktzeit für die Orgel
Lokales Segeberg Musik zur Marktzeit für die Orgel
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21:24 18.02.2016
Mandy Kopplin-Peltret und Andreas Maurer-Büntjen hoffen wieder auf viele Zuhörer. Der Erlös aus den 32 Konzerten der „Musik zur Marktzeit“ fließt in den Orgelneubau. Quelle: SilvieDomann
„Orgelmusik für vier Hände und vier Füße“ — das ist nur ein Höhepunkt des neuen Programms „Musik zur Marktzeit“ in der Bad Segeberger Marienkirche. Am Sonnabend, 5. März, beginnt die elfte Saison der Konzertreihe: Eine halbe Stunde können Interessierte dann regelmäßig während des Wochenmarktes Klängen unterschiedlichster Musikrichtungen lauschen.

„Ich hoffe auf einen Nachfolger für Jan Simowitsch, noch hat sich niemand beworben.“

Kantor Andreas Maurer-Büntjen

„Das Programm ist wieder abwechslungsreich“, so Kantor Andreas Maurer-Büntjen. Er selbst wird zum Auftakt auf der Orgel spielen, Werke von Bach, Buxtehude und Reger. „Wir haben das Reger-Jahr. Max Reger ist vor 100 Jahren gestorben“, so der Kirchenmusiker. Etwas Besonderes ist auch das Osterkonzert. Den Osterruf „Victimae pascali laudes“ — ein alter gregorianischer Hymnus — setzt Maurer-Büntjen mit Sängern des Gospel-, Bach- und Kammerchors um. Doch nicht nur die Weisen aus dem 11. Jahrhundert sind zu hören, auch einen ein Jahr alten Popsong werden die Männer singen.

Verschiedene Chöre und Instrumentalgruppen aus der Umgebung werden im Laufe eines halben Jahres auftreten. Das letzte Konzert in der Reihe ist für den 8. Oktober geplant. Es steht unter dem Motto „Last Music“. Mit dabei sind Maurer-Büntjen, Daniel Schierhorn, neu im Freiwilligen Sozialen Jahr, und vielleicht ein neuer Popular-Kirchenmusiker. „Ich hoffe auf einen Nachfolger für Jan Simowitsch, noch hat sich niemand beworben“, sagt der Kantor. Simowitsch ist seit Januar Bildungsreferent für Popularmusik bei der Nordkirche.

„Wir haben immer wieder neue Gruppen, die anfragen“, erzählt Mandy Kopplin-Peltret. Sie arbeitet im Kirchenbüro und ist seit etwa acht Jahren für die Organisation der Konzertreihe verantwortlich. Sie verteilt die Termine, füllt die Programmliste, telefoniert, schickt E-Mails. Sie ist für die Pressearbeit zuständig, kümmert sich um die Erstellung des Programms und die GEMA. „Ich habe eine starke Bürokraft im Rücken und freue mich, dass alles so reibungslos läuft“, so Maurer-Büntjen.

Die Betreuung der Konzerte liegt in den Händen der Ehrenamtlichen Heidi Wittek, Heike Clement und Küster Thomas Teegen. Sie stellen Podeste hin, kümmern sich um das Licht und sammeln die Geldspenden ein. Etwa 8000 Euro haben die etwa 30 Konzerte im vergangenen Jahr eingespielt. Alles geht in den Neubau der Orgel. Insgesamt liegen die Spenden für die Orgel gegenwärtig bei 122 556 Euro.

Zwischen 100 und 200 Besuchern kommen in der Regel zu den Konzerten. Der Erfolg liege in der Verlässlichkeit, nach einer halben Stunde sei das Konzert vorbei, ideal für Eltern mit kleinen Kindern und ältere Menschen, vermutet Mandy Kopplin-Peltret.

Silvie Domann

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