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Segeberg Mutmaßliche Schützen aus Itzstedt und Sülfeld wieder auf freiem Fuß
Lokales Segeberg Mutmaßliche Schützen aus Itzstedt und Sülfeld wieder auf freiem Fuß
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22:20 02.07.2013
Bei diesen sichergestellten Waffen handelt es sich um sogenannte Zufallsfunde. Sie werden jetzt vom Landeskriminalamt untersucht. Quelle: Foto: Polizei

Was die Polizei jetzt zu dem Itzstedter und seinem älteren Sülfelder Komplizen ermittelte, hat allerdings eine andere Qualität. Erstmals sind nun auch Waffen im Spiel.

Im März und April dieses Jahres waren bei der Polizei (wie berichtet) insgesamt fünf Strafanzeigen erstattet worden, weil diverse Glasscheiben durch Schüsse beschädigt wurden. Betroffen waren Scheiben einer Bushaltestelle, zwei Wohnzimmerfenster und die Scheiben zweier Autos in Elmenhorst, Bargteheide und Sülfeld. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 2500 Euro. Nur durch glückliche Umstände wurden Menschen bei den Taten nicht verletzt.

Nach LN-Informationen kamen die Beamten der Ermittlungsgruppe Jugend der Kripo Bad Segeberg durch Hinweise ihrer Kollegen aus Bargteheide auf die Spur der beiden Verdächtigen. Der Sülfelder soll nach Auskunft der Polizei keiner regelmäßigen Beschäftigung nachgehen, der 15-Jährige — beide haben übrigens die deutsche Staatsbürgerschaft — ging zumindest bis zur vergangenen Woche noch zur Schule.

In der letzten Juni-Woche standen die Ermittler dann mit Durchsuchungsbeschlüssen des Amtsgerichtes Kiel vor den Wohnungen der beiden Tatverdächtigen und einer von ihnen genutzten, leerstehenden Gastwirtschaft samt Bauerngehöft in Sülfeld. Dort soll zumindest einer der beiden auch zeitweise gewohnt haben.

Bei den Durchsuchungen in Itzstedt und Sülfeld entdeckten die Fahnder zwei Langwaffen, das Vorderteil eines Luftgewehres, eine abgesägte Schrotflinte und verschiedene Munitionssorten. Alles wurde beschlagnahmt. Die Tatwaffe aber wurde nach Auskunft der Polizei trotz umfangreicher Suche nicht gefunden, dafür aber Patronenhülsen und Kartuschen.

Die jungen Männer, sie wurden vergangenen Dienstag vorläufig festgenommen, werden sich nun zumindest wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten müssen. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an. Zudem dürfen sich die Fahnder nicht davon entmutigen lassen, dass die beiden mutmaßlichen Täter trotz ihrer kriminellen Karrieren inzwischen wieder auf freiem Fuß sind.

Da auch diverse Motorroller und Crossmaschinen, die als gestohlen gemeldet worden sind, auf dem Resthof gefunden wurden, wurden auch in diesem Fall spezielle Ermittlungen aufgenommen.

Martina Janke-Hansen

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