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Segeberg Mutmaßlicher Messerstecher ist in der Psychiatrie
Lokales Segeberg Mutmaßlicher Messerstecher ist in der Psychiatrie
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20:31 18.01.2016

Der junge Mann aus Oering, der seine Mutter mit einem Messer tödlich verletzt haben soll, ist mittlerweile in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden. Das teilte Matthias Ahrens, Pressesprecher der Polizeidirektion Kiel, auf LN-Anfrage mit. Ob der 20-Jährige psychische Probleme hat, sei ihm aber nicht bekannt. „Es gab eine richterliche Vorführung, bei der beschlossen wurde, dass es keinen regulären Haftbefehl gibt, woraufhin er in eine Justizvollzugsanstalt gekommen wäre. Stattdessen gab es einen Unterbringungsbeschluss, und das heißt, dass er in eine psychiatrische Einrichtung kommt.“ Ein Gutachter wird nun versuchen herauszufinden, ob der 20-Jährige sich einer Behandlung unterziehen muss.

Wie berichtet, war am Donnerstagabend ein Streit des 20-Jährigen mit seiner 40-jährigen Mutter derart eskaliert, dass der Sohn seine Mutter mit einem Messer attackierte und zustach. Sie starb noch in ihrem Haus in der Hauptstraße von Oering an den Folgen ihrer Verletzungen. Der Bruder des mutmaßlichen Täters hatte die Polizei verständigt, während ein anderes Familienmitglied den 20-Jährigen bis zum Eintreffen der Beamten festgehalten hatte.

Die Obduktion der getöteten Mutter am vergangenen Freitag habe eindeutig ergeben, dass sie durch die Messerstiche zu Tode gekommen sei, sagte Polizeisprecher Ahrens. Über die Ursache der eskalierten Auseinandersetzung zwischen Mutter und Sohn könne er keine Auskunft geben. Ob es zutrifft, was in einer Zeitung zu lesen war, dass der junge Mann mit seiner Mutter in Streit geraten war, weil er ein Mädchen mit nach Hause gebracht haben soll, konnte Ahrens nicht bestätigen. „Da laufen die Ermittlungen noch.“ Ebenfalls sollen die Ermittlungen ergeben, ob der 20-Jährige nur seiner Mutter etwas antun wollte oder auch anderen Familienmitgliedern.

Ob der Sohn der Getöteten überhaupt schon realisiert hat, was er angerichtet hat und ob demzufolge womöglich Suizidgefahr gegeben sei, konnte der Polizeisprecher ebenfalls nicht erklären. Die Beamten seien mit ihren Vernehmungen und Zeugenbefragungen noch nicht am Ende. Sie dürften weiteren Aufschluss über die Hintergründe und den konkreten Ablauf der Tat erbringen. Interessant dürfte auch sein, wie ein Gutachter den Geisteszustand des jungen Mannes einschätzt.

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