Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Nach 43 Jahren: Horst Laskowski hört mit der Politik auf
Lokales Segeberg Nach 43 Jahren: Horst Laskowski hört mit der Politik auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 25.06.2013
Rohlstorf

Es ist fast ein Generationswechsel, der sich bei der konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung Rohlstorf vollzogen hatte. Die alten Politiker gehen, jüngere Leute bestimmen nun die Politik. Die Kämpen alter politischen Schlachten — derartige Auseinandersetzungen wurden in Rohlstorf meist diskret hinter verschlossenen Türen ausgetragen — wurden jetzt feierlich verabschiedet. Besonders lange dabei war Horst Laskowski, der als SPD-Mitglied 43 Jahre in der Gemeindevertretung die Politik mitbestimmte und nun mit 74 Jahren aufhört. Immer für einen witzigen Spruch gut überstand er Amtszeiten von gleich vier CDU-Bürgermeistern in Rohlstorf.

Laskowski, der 1970 in die SPD eintrat, erinnert sich gut, als es noch viel Ärger um den Bau der Grundschule gab. Damals war noch sein Vater, Otto Laskowski, in der Gemeindevertretung. „Wir sollten mit Wensin zusammengehen, daher sollte die Schule ihren Standort näher bei Garbek haben.“ Doch die Rohlstorfer konnten sich knapp durchsetzen. Als der Vater aufhörte, fing der Sohn mit der Politik an. Getagt wurde früher im Lokal von Herbert Alward am Warderdamm. Der Gasthof ist schon viele Jahre nicht mehr in Betrieb.

Heiße Themen? Laskowski erinnert sich noch daran, dass der damalige Landrat Graf Schwerin von Krosigk die alte Schule in Warder am See kaufen wollte. Die Gemeinde hatte aber Vorkaufsrecht und schnappte dem Interessenten das Sahne-Grundstück vor der Nase weg, sagt er nicht ohne Genugtuung. Großes Theater gab es auch bevor der Fahrradweg an der Bundesstraße 432 gebaut worden war. Es ist heute kaum vorstellbar, dass sich damals Radfahrer und Fußgänger die Fahrbahn mit rasenden Autos teilen mussten. Laskowski: „Wir hatten Fahrraddemos organisiert und mächtig protestiert. Das gab richtig Theater.“

Der Bau der Ortsentwässerung war vor Jahrzehnten noch so ein heißes Eisen. „Die Anlieger in Quaal konnten gar nicht verstehen, dass sie Anschlussgebühren zahlen sollten“, amüsiert sich der Alt-Gemeindevertreter. Die jeweiligen Kosten für den Anschluss wurden über die Wohnungsgröße berechnet. „Da wurde schon viel geschummelt“, erinnert sich der frühere Landwirt. Der jüngste politische Streit ging um das neue Feuerwehrauto. „Nicht alle wollten die fast 200 000 Euro dafür ausgeben.“ Trotz all des politischen Streits: Mit der CDU habe er immer ein gutes Verhältnis gehabt. Und die Zukunft der Gemeinde? Laskowski fürchtet, dass auf die Kommune mit der Sanierung der Gemeindestraßen ein Riesenberg an Kosten zukommen werde. „Die Straßen sehen teilweise schlimm aus.“ Ganz zur Ruhe setzen werde sich der Krögsberger nicht: „Das ist jetzt mein Hobby — Holz holen, sägen und spalten.“

Wolfgang Glombik

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Viel Anerkennung gab‘s in Sarau zum Abschied von Gemeindewehrführer Hering.

25.06.2013

In unserer Ausgabe vom vergangenen Sonntag haben wir versehentlich ein falsches Foto zu den Namen der Abiturienten veröffentlicht.Maria Eugenia Andres de Castro, Tina Baß, Martha Hirner, Lennart Jadzewski, Ines Jürgens, Jana Niemann, Nele Schreiber, Markus Schulz, Phillip   Schulz, Bente Schwark, Raphael Stolle, Julia Ella Thomsen, Mareike Wendrich, Katja Winckelmann, Sona Abaghyan, David Peter Axen, Jasmin Begeest, Marco   Bohnensack, Mareike Böttger, Marie Danger, Vanessa Fütterer, Sina Hälmer, Susann Liersch, Anna-Maria Pump, Svea Rahlf, Igor Schaermann, Jan Schneider, Johannes Vonsien, Alina Willenborg.

25.06.2013

Die Wahl von Maren Storjohann (im Foto) als Bürgermeisterin in Seth war nach der Kommunalwahl nur noch Formsache. Die CDU konnte ihre Mandate in der Gemeindevertretung von vier auf acht verdoppeln und erreichte mit knapp 58 Prozent die absolute Mehrheit.

25.06.2013