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Segeberg Nach A 1-Pleiten-Panne: „Fehler der Vergangenheit vermeiden“
Lokales Segeberg Nach A 1-Pleiten-Panne: „Fehler der Vergangenheit vermeiden“
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21:08 29.10.2013
Achim Georg (l.) überreichte das fertige Entwicklungskonzept an Landrätin Jutta Hartwieg und Kreisplaner Frank Hartmann. Quelle: Kullack

Vor fünf Jahren wurde erstmals von landesweiten „Entwicklungsachsen“ gesprochen, seit zwei Jahren wird im Raum zwischen Norderstedt und Neumünster geforscht, werden Fakten ermittelt, am Montagabend nun wurde in Bad Segeberg das Regionale Entwicklungskonzept A 7 — Süd (REK A7-Süd) vorgestellt. Zunächst drei konkrete Projekte folgen aus dem 64-seitigen Konzept.

Zum einen soll es unter der Projektträgerschaft des Kreises Segeberg ein Baustellenmanagement geben, sobald es 2014 bis 2022 an den Bau der A 7 geht. Fehler und Pleiten wie sie beim Ausbau der A 1 (wir berichteten) geschahen, seien zu vermeiden. „Auch der Ausbau der A 7 wird starke Einschränkungen für die Region mit sich bringen. Die gilt es soweit wie möglich zu minimieren“, erklärte im Sitzungssaal Kreisplaner Frank Hartmann. Um so wenig Verkehr wie möglich auf den überlasteten Straßen zu haben, gelte es bis dahin den ÖPNV zu stärken, was nur bei enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenbau und der Hamburger Verkehrsbehörde geschehen könne.

Weitere Projekte, die sich aus dem regionalen Entwicklungskonzept ergeben:

Ein Gewerbeflächenkonzept für die Region, das federführend von der Wirtschaftsgesellschaft WKS erstellt werden soll. Darin sollen nicht nur Bedarf und Gewerbestandorte gesammelt und typisiert werden, sondern auch Brachflächen beworben werden. Gut 70 bis 80 Prozent der Nachfragen nach Gewerbeflächen, so die Entwickler, kommen aus der Region selbst. Wichtig sei auch der Aufbau von Autohöfen, sowohl für die A 7 als auch für die A 20.

Der Fachkräftemangel könne auch dadurch behoben werden, dass man dem demographischen Wandel Rechnung trage und nicht nur neue Fachkräfte optimal aus- und weiterbildet, sondern auch die älteren Arbeitnehmer besser motiviere und weiterbilde. „Die demographische Schere spreizt sich ab 2016/17 deutlich weiter auseinander“, sagte bei der Präsentation Achim Georg, dessen Hamburger Unternehmen Georg Consulting ebenso wie die Ramboll Management Consulting am Entwicklungskonzept gearbeitet haben. Das Projekt demographischer Wandel soll unter der Regie des Bildungswerkes Norderstedt, dem größten Träger von Bildungsarbeit in der Region, über die Bühne gehen.

Am regionalen Entwicklungskonzept waren außer den Consultingfirmen und dem Kreis die regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften, die Industrie- und Handelskammern zu Kiel und Lübeck, die Städte Neumünster, Norderstedt, Quickborn, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt, die Gemeinde Henstedt-Ulzburg und das Amt Kaltenkirchen-Land beteiligt. Die Region zwischen Norderstedt und Neumünster sei mit 286 000 Einwohnern größer als jeweils Kiel und Lübeck für sich betrachtet.

• Das Entwicklungskonzept ist unter www.rek-a7-sued.de zu finden.

„Wir müssen initiativ bleiben und der Motor sein.“
Jutta Hartwieg (SPD)

Lothar Hermann Kullack

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