Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Nach Internet-Video: Hasstiraden gegen Hundetrainer
Lokales Segeberg Nach Internet-Video: Hasstiraden gegen Hundetrainer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 22.12.2012
Bad Bramstedt

Der virtuelle Mob zumindest macht vor Morddrohungen nicht halt. Schmähungen, so auf Facebook, gegen die im Netz genannten Hundetrainer Frank F. und Michael G. gibt es zahlreiche. „Wir müssen erst alle Fakten zusammentragen und stehen noch ganz am Anfang“, so Sonja Drescher von der Polizeidirektion in Bad Bramstedt. Dort weiß man erst seit dem 18. Dezember durch eine Anzeige gegen Unbekannt vom Film und den Hass-Attacken. Die Hauptkommissarin: „Wir ermitteln in alle Richtungen, wir ermitteln aber auch gegen denjenigen, der das Video ins Netz gestellt hat.“ Verdächtige gebe es noch nicht. Die Hundetrainer Frank F. und Michael G. sind nach Aussage der Polizei weder wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz noch sonst einschlägig in Erscheinung getreten. Michael G. war gestern für die LN nicht zu erreichen. Seiner Frau Bettina, beide führen in Bad Bramstedt eine der renommiertesten Hundeschulen im Land, war am Telefon anzumerken, wie sehr sie die Drohungen belasten. „Es ist ein wahrer Shitstorm, der über uns gekommen ist. Da will uns jemand persönlich etwas Böses.“ Wer, wisse sie nicht, mehr wollte Bettina G. — sie und ihr Mann sind Mitbegründer von „Canis“, dem ersten wissenschaftlich anerkannten Ausbildungszentrum für Hundetrainer — nicht sagen.

Rechtsanwalt Christoph Stephan vertritt F. und G. Den LN sagte er: „Das Video zeigt eine extrem kurze Sequenz. Bei dem Schäferhund handelte es sich um einen gefährlichen Hund im Sinne der Hundeverordnung, der getötet werden sollte. Das Training war sozusagen seine letzte Chance.“ Gleich zu Beginn habe sich der Hund auf einen Trainingsteilnehmer gestürzt, am Ende konnte man dem Tier sogar der Maulkorb abnehmen. Es sei „erschreckend“, so Stephan angesichts der Hasstiraden, „dass Menschen, die Gewalt angeblich ablehnen, so massiv andere bedrohen“. jhw

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Segeberg Bad Segeberg/Kaltenkirchen/Norderstedt - Es gab erste unbefristete Verträge

In den drei Jobcentern des Kreises kümmern sich 185 Mitarbeiter um 15 000 Menschen.

22.12.2012

der Erlös unserer Aktion „Hilfe im Advent“ mit der Sparkasse Südholstein kommt in diesem Jahr der Segeberger Tafel zugute. Um die laufenden Kosten zu decken, benötigt der Verein viel Geld für Benzin, Müllentsorgung, Energie und mehr. Mit Ihnen, liebe Leser, möchte „Hilfe im Advent“ diese notlindernde Einrichtung fördern.

22.12.2012

Ein Jahr nach dem furchtbaren Brandunfall mit Lena in der katholischen Kirche versucht eine Gemeinde, vorsichtig wieder in die Normalität zurückzufinden.

22.12.2012