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Segeberg Nach Schulbus-Ärger: Fahrplan wird angepasst
Lokales Segeberg Nach Schulbus-Ärger: Fahrplan wird angepasst
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11:26 24.02.2016
Sammelten Unterschriften: Christina Schoemperlen, Wiebke Hoppe, Stefan Kresse (hinten v.l.) sowie Nikita, Frank und Sahra Ribacki (vorne v.l.). * Quelle: pd

Das ging schnell: Vor gut einer Woche hatten die LN über die Misere der Stipsdorfer Kinder an der Franz-Claudius-Schule berichtet, die wegen des neuen Busfahrplans regelmäßig morgens zur ersten Schulstunde zu spät kommen. Die Südwestholstein-ÖPNV-Verwaltungsgemeinschaft (SVG) als Auftraggeber für den Schulbusverkehr im Kreis und die Firma Autokraft haben jetzt reagiert. Zum 1. März tritt ein neuer Fahrplan für die Schulbuslinie 7660 in Kraft, mit der die Kinder künftig pünktlich zum Unterricht erscheinen sollen.

„Anhand von Aufzeichnungen lässt sich nachvollziehen, wo die Verspätungen eingefahren wurden.“

Lars Anders, SVG

Immer wieder zur ersten Schulstunde stand den Grundschülern Ärger bevor, für den sie allerdings gar nichts konnten. In der Regel hält ihr Schulbus mit Verspätung um 7.40 Uhr am Schulzentrum.

Ebenfalls um 7.40 Uhr beginnt jedoch der Unterricht in der Franz-Claudius-Schule, die immerhin noch fünf bis sechs Gehminuten von der Bushaltestelle entfernt liegt. Schüler und Lehrkräfte waren von den Nachzüglern gleichermaßen genervt. Sogar Tränen hatte es gegeben, nachdem Stipsdorfer Schüler wegen der Verspätung nicht am Schwimmunterricht teilnehmen konnten. Mit einer Unterschriftenliste hatten Eltern den Schulverband aufgefordert, auf einen vorgezogenen Fahrplan zu drängen, den es nun geben wird.

Mit großem Aufwand hat die Autokraft die Verspätungen überprüft. Busfahrer wurden angehört und parallel dazu die Aufzeichnungen des rechnergestützten Betriebsleitsystems der vergangenen Monate ausgewertet. „Anhand dieser Aufzeichnungen lässt sich nachvollziehen, wie die zeitlichen Fahrtverläufe waren und wo die Verspätungen eingefahren wurden“, sagt Lars Anders von der SVG mit.

Verspätungen seien zwar an unterschiedlichen Abschnitten des Fahrtverlaufs entstanden, insgesamt aber seien die Verspätungen durchaus auffällig gewesen. Autokraft und SVG hätten deshalb mit einer Verlängerung der Fahrtzeit um zehn Minuten auf die Verspätungen reagiert.

Das heißt: Statt bisher um 6.40 Uhr beginnt die Fahrt der Linie 7660 bereits um 6.30 Uhr ab Zob in Bad Segeberg. Von dort aus holt der Bus die Schüler aus Langniendorf, Reinsbek, Goldenbek, Schieren und schließlich Stipsdorf ab. Die Kinder aus Reinsbek müssen dadurch neun Minuten früher (6.48 Uhr) an der Bushaltestelle Ahornweg stehen, in der Stipsdorfer Dorfstraße beträgt der Unterschied noch drei Minuten. Von dort aus setzt der Bus um 7.14 Uhr seine Fahrt fort, um pünktlich um 7.32 Uhr am Schulzentrum zu sein.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass nicht alle von dem neuen Fahrplan begeistert sind. „Nach dem LN-Bericht haben sich Eltern gemeldete, die nicht wollten, dass die Kinder noch früher aufstehen müssen“, sagt Lars Anders. Er weist zudem darauf hin, dass Fahrzeitverlängerungen grundsätzlich auch finanzielle Auswirkungen hätten, denn die Abrechnung des Verkehrsvertrages erfolge anhand der Parameter Kilometer, Zeit und Anzahl der Fahrzeuge.

Petra Dreu

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