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Segeberg Nach den Ferien geht es einmal um den halben Globus
Lokales Segeberg Nach den Ferien geht es einmal um den halben Globus
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11:48 31.07.2017
Max Zeglin freut sich auf ein Jahr in Mexiko. Nine Kramer verschlägt es zu den Rotariern nach Chile. Quelle: Fotos: Dreu

Mit Unterstützung des Rotary Club Segeberg zieht es den Dahlmannschüler Max Zeglin (15) nach den Sommerferien in den Süden von Mexiko. Nine Kramer (17), Schülerin der Gemeinschaftsschule am Burgfeld, fiebert dagegen ihrer Reise nach Chile entgegen. Los geht’s im August.

Nine Kramer zieht es für ein Jahr nach Chile, Max Zeglin nach Mexiko.

Die USA liegen als gefragtestes Austauschziel seit Jahren unangefochten ganz weit vorne, gefolgt von Kanada, Neuseeland und Australien. In jedem Jahr verbringen mehr als 650 Schüler aus Deutschland im Rahmen des Rotary-Austauschprogramms ein Jahr in einem von 30 Gastländern. „Mit dem Programm haben die Jugendlichen einerseits die Möglichkeit, ein neues Land, seine Bevölkerung und Lebensgewohnheiten und seine Kultur kennenzulernen. Andererseits sollen sie aber auch als Botschafter im Gastland über ihr Heimatland berichten“, erklärt Mark Paulsen, Jugenddienstbeauftragter im Rotary Club Segeberg. Er ist nicht nur Ansprechpartner für die „Outbounds“, wie bei den Rotariern die Jugendlichen genannt werden, die in ein anderes Land aufbrechen, sondern auch für „Inbounds“, die Jugendlichen, die ein Jahr in Deutschland verbringen.

Zwei Treffen haben die Schüler aus Bad Segeberg bereits hinter sich, bei denen sie durch den Austausch mit ehemaligen „Outbounds“ und mit Sprachkursen auf das jeweilige Land vorbereitet wurden. Dass die Kriminalitätsrate von Mexiko sämtliche Statistiken anführt, stört den Dahlmannschüler Max Zeglin indes nicht. „Ich freue mich auf das schöne Wetter und will etwas von der Welt sehen“, sagt der Dahlmannschüler, für den außerdem die in Mexiko üblichen drei warmen Mahlzeiten am Tag für das mittelamerikanische Land gesprochen haben. Nine Kramer sieht das Auslandsjahr eher pragmatisch: „Weit weg ist weit weg.“ Für sie sei lediglich wichtig gewesen, in ein spanischsprechendes Land gehen zu können.

Mark Paulsen gerät bei dem Gedanken an Chile ins Schwärmen: „Ich war selbst für ein halbes Jahr dort. Letztes Jahr war zudem eine chilenische Austauschschülerin bei uns zu Gast. Für uns war sie wie eine Tochter.“ Dass der einjährige Aufenthalt in einem fremden Land die beste Möglichkeit ist, die Sprache zu lernen, ist für ihn eher ein Nebeneffekt. „Vielmehr geht es darum, Land und Leute kennenzulernen und ein tieferes Selbstverständnis zu entwickeln, bei dem das Weltbild mitwächst“, so Paulsen, der betont, dass das Austauschprogramm der Rotarier allen Jugendlichen offensteht.

Während die Eltern für Auslandsjahre, die von gewerblichen Agenturen vermittelt werden, tief in die Tasche greifen müssen, halten sich die Kosten für den Jugendaustausch der Rotarier in Grenzen.

„Lediglich der Flug muss bezahlt werden“, sagt Mark Paulsen. Dass die Gastfamilien von Rotariern des jeweiligen Landes ausgesucht werden und die Jugendlichen in ständigem Kontakt mit dem jeweiligen Rotary-Club sind, sind für ihn weitere Pluspunkt. „Auf die Jugendlichen wird aufgepasst. Das gibt es sonst nicht“, ist er überzeugt.

In diesem Jahr erwartet der Jugenddienstbeauftragte Austauschschüler aus den USA und Brasilien, die während ihres Aufenthalts am Unterricht des Städtischen Gymnasiums teilnehmen werden. Für sie und spätere Austauschschüler ist er immer auf der Suche nach Gasteltern. Wer Jugendliche bei sich aufnehmen möchte, erhält nähere Infos unter der Telefonnummer 04551/9081856.

Wer möchte noch ins Ausland?

Noch bis zum 30. September können sich Schüler für das Austauschjahr 2018 beim Rotary Club-Segeberg bewerben. Das Austauschprogramm steht grundsätzlich allen schulpflichtigen Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren offen, wobei der 18. Geburtstag zu Beginn des Austauschjahres noch nicht erreicht sein darf. Der Austausch dauert ein Schuljahr, maximal aber zwölf Monate.

Die Bewerber sollen als Botschafter des guten Willens und der Völkerverständigung Deutschland in der Welt vertreten. Anforderungen an die Bewerber: Anpassungsfähigkeit, Aufgeschlossenheit, Selbständigkeit, Kenntnisse über das eigene Land und über das Gastland. Nähere Informationen zu dem Austauschprogramm des Rotary Club Segeberg gibt es unter der Telefonnummer 04551/908

1856. pd

 Petra Dreu

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