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Nach zwei fetten Jahren: Verluste bei der Gewerbesteuer

Trappenkamp Nach zwei fetten Jahren: Verluste bei der Gewerbesteuer

Trappenkamp muss abspecken – Einsparungen bei Sportplatz-Sanierung – Gemeinderat tagt morgen.

Trappenkamp. Gerade einmal einen Monat ist es her, da referierte Trappenkamps Finanzausschussvorsitzender Axel Barkow (SPD) noch über die hervorragenden Haushaltsüberschüsse der vergangenen zwei Jahre. Insbesondere die Einnahmen aus der Gewerbesteuer waren Grund für derartige Schwärmereien. Der aktuelle Finanzbericht bremst die Einnahmenerwartung für dieses Jahr dagegen gewaltig: Von „erheblichen Mindererträgen bei den Gewerbesteuern“ geht die Verwaltung im jüngsten Quartalsbericht aus. Die Gemeindevertreter müssen auf ihrer nächsten Sitzung morgen also einen Nachtragshaushalt vorbereiten.

Statt mit 1,4 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen kann die Gemeinde derzeit nur mit knapp 946000 Euro Erträgen rechnen. Ein Minus von fast einer halben Million Euro. Abzüglich der geringeren Gewerbesteuerumlage geht die Verwaltung von einem effektiven Einnahmenverlust von über 375000 Euro aus.

„Wir haben normalerweise immer Gewerbesteuereinnahmen von 800000 Euro bis eine Million“, sagt Bürgermeister Harald Krille (SPD). Die vergangenen zwei Jahre seien eben „extrem gut“ gewesen. Jetzt liege man wieder auf Normalniveau. Zudem könnten Mittel an anderer Stelle gespart werden. Wegen des abgelehnten Förderantrags zur Sanierung der Sportanlagen (die LN berichteten), werden die dafür eingestellten 722000 Euro nicht ausgeschöpft. Wenn überhaupt, werde es nur ein abgespecktes Sanierungs-Programm geben, man arbeite an einem neuen Konzept.

Erhebliche Investitionen werden dagegen für die Erweiterung der Kita Pusteblume fällig, deren Ausbau um drei Gruppen beschlossen wurde. Mit einer Million Euro wird hier gerechnet. Diese Ausgaben, so Krille, würden sich aber erst 2017 auswirken.

In der Gemeinderatssitzung morgen ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus wird zudem weiter beraten über die energetische Sanierung gemeindlicher Gebäude und die Verwaltungskosten für die Schulen, die sich voraussichtlich verdoppeln werden auf fast 100000 Euro. Zudem steht die Entscheidung über Baumaßnahmen in der Neuen und der Rudolf-Ducke-Straße auf der Tagesordnung.

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