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Nächste Runde im Disput um Hehlerei und Amokfahrer

Bad Segeberg Nächste Runde im Disput um Hehlerei und Amokfahrer

Gericht kommt in dem Fall nicht weiter: Eigens angereister Zeuge verweigerte die Aussage — Ex-Lebensgefährtin meldete sich krank.

Bad Segeberg. Sonderlich weitergebracht hat der nicht einmal einstündige Verhandlungstag das Gericht im Verfahren um Max Erwin B. (abgekürzte Namen von der Redaktion geändert) diese Woche nicht. Der Grund: Marion V., die Ex-Lebengefährtin des Angeklagten, sollte erneut aussagen. Sie meldete sich aber krank.

Wie berichtet, stand Max Erwin B. in dieser Sache gestern bereits zum dritten Mal vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, sich am 21. Februar 2015 nach einem üppigen Wodka-Gelage eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert zu haben, die von Hartenholm über Wittenborn nach Wahlstedt führte, wo der Amokfahrer den Beamten schließlich entkam. Zwei Kaltenkirchener Polizisten wollen Max Erwin B. genau erkannt haben, als er auf seiner Flucht mit seinem Mercedes einen Polizeiwagen rammte. B. bestreitet die Fahrt und konnte drei Zeugen benennen, die bestätigten, ihn in jener Nacht gefahren zu haben.

Außerdem wird dem 52-Jährigen vorgeworfen, einem Wahlstedter Händler ein gestohlenes Wohnmobil verkauft zu haben. B. bestreitet das, er habe das Wohnmobil nur für einen unbekannten Dritten nach Wahlstedt gebracht. Ein diesmal eigens aus Hattstedt angereister Zeuge half nicht weiter: B. kannte ihn nicht, und der Zeuge selbst verweigerte die Aussage, nachdem ihm erklärt worden war, dass er sich nicht selbst belasten müsse. Der Autohändler hingegen hatte am ersten Verhandlungstag erklärt, Max Erwin B., und zwar nur der, habe ihm das Wohnmobil angeboten.

In der Sache kam man jetzt nicht weiter — wohl aber gab es das übliche Geplänkel zwischen Menschen, die einander nicht mehr grün sind. Sein Sohn Alf V. müsse abends sein Auto verstecken, weil er sich von der Schwester des Angeklagten bedroht fühle, sagte der Angeklagte. Richterin Sabine Roggendorf erklärte dazu, was sie auf der Gegenseite am vorherigen Verhandlungstag auch der Schwester des Angeklagten gesagt hatte: „Wer sich bedroht fühlt, der geht zur Kripo und trägt es nicht hierher in den Gerichtssaal.“ ark

LN

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