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Segeberg Nehms spricht sich gegen Windkraft aus
Lokales Segeberg Nehms spricht sich gegen Windkraft aus
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15:04 26.09.2018
Viele Bürger saßen Bürgermeister Ernst-August Lawerentz, Arne Junge und Dirk Osterholz (v. li.) in der Sitzung der Gemeindevertretung Nehms gegenüber. Quelle: Petra Dreu
Nehms

„Jeder sollte sich Gedanken um eine eigene Stellungnahme machen“, sagte Bürgermeister Ernst-August Lawerentz am Montag während der Sitzung der Nehmser Gemeindevertretung. Zu der waren so viele Einwohner gekommen wie schon lange nicht mehr.

Die Ausweisung einer Fläche als Vorranggebiet für Windenergie hatte für einen Aufschrei im Dorf gesorgt (die LN berichteten). Dabei ist die Haltung der Gemeindevertretung eindeutig: Sie lehnt Windkraft aufgrund des hohen Konfliktrisikos mit dem Natur- und Artenschutz ab. Nachdem zwei Gemeindevertreter wegen Befangenheit den Raum verlassen hatten, sprach sich die Gemeinde dafür aus, mit der Nehmser Gegenwind-Initiative zu kooperieren. Der Bürgermeister wurde zudem ermächtigt, erforderliche Gutachten in Auftrag geben zu können.

Die weiteren Beschlüsse: Zur Festlegung der Grenzen für den bebauten Ortsteil Grönwohld votierten die Gemeindevertreter für die Vergabe eines Auftrags an das Büro „Planung Kompakt“ aus Eutin. Das Unternehmen soll eine entsprechende Satzung ausarbeiten. Einen weiteren Auftrag vergaben die Gemeindevertreter an die Firma Karl Ehlert aus Westerrade für den Einbau neuer Wasserzähler. Mit der Lieferung der Zähler wurde die Firma Zenner beauftragt.

Finanziell ist die Gemeinde gut aufgestellt. Für das Jahr 2017 vermeldete der Finanzausschuss-Vorsitzende Dirk Osterholz einen Überschuss in Höhe von fast 360 000 Euro, der auf den Verkauf von Grundstücken zurückzuführen sei. Von dem Überschuss werden knapp 250 000 Euro der Ergebnisrücklage zugeführt, 110 000 Euro wandern in die Allgemeine Rücklage.

Udo Seligmann, Vorsitzender des Kulturausschusses zog eine positive Bilanz nach den ersten Veranstaltungen im Rahmen der Segeberger Kulturtage. Die bisherigen Veranstaltungen seien gut angenommen worden. Vor allem die Veranstaltung in der Alten Schmiede habe für Begeisterung gesorgt. „Und sie hatte einen Nebeneffekt: Die Schmiede war so sauber wie 20 Jahre nicht mehr.“

Petra Dreu

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