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Segeberg Nelkenweg-Anlieger prüfen jetzt Bürgerbegehren
Lokales Segeberg Nelkenweg-Anlieger prüfen jetzt Bürgerbegehren
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20:31 05.04.2017

Jetzt droht tatsächlich doch noch ein Bürgerbegehren in Sachen Bauvorhaben Nelkenweg. Dort soll ein Komplex mit über 100 Wohnungen entstehen. Die betroffenen Nachbarn blieben am Dienstag in der Stadtvertretersitzung in den Zuschauerreihen ungewohnt still, nutzten auch nicht die Einwohnerfragestunde. Man sah es aber ihren finsteren Mienen an:

Annelie Eick (Grüne).
Joachim Wilken- Kebeck (SPD).

Hier kommt noch etwas.

Das Fass zum Überlaufen brachte bei ihnen wahrscheinlich das Scheitern des Antrages von Annelie Eick (Bündnis 90/Die Grünen). Die Fraktionsvorsitzende hatte beantragt, dass es vorerst keine weiteren Beschlüsse zur Entwicklung des Bebauungsplanes geben solle. Erst sollten die verkehrlichen Lösungen im Umfeld der Bebauung geklärt werden, bevor zum Beispiel die vorzeitige Bürgerbeteiligung beginnt und andere Schritte angefasst werden. Eick: „Wir vertun uns nicht, wenn wir erst eine Lösung für den Verkehr suchen. Die Bauleitplanung sollte auf Eis liegen.“ Doch SPD-Fraktionsvorsitzender Joachim Wilken-Kebeck widersprach, verwies auf die anstehende frühzeitige Beteiligung zum Bebauungsplan Nr. 94 im Mai. „So oder so werden wir eine verkehrliche Lösung finden, die Gespräche mit dem Kreis könnten parallel zu dem sonst laufenden Verfahren erfolgen“, versprach er. Der Antrag der Grünen fand keine Mehrheit. Es gab nur acht Ja-Stimmen bei 15 Gegenstimmen und einer Enthaltung. SPD und CDU konnten sich auch in diesem Fall sicher durchsetzen. Immerhin folgte die Stadtvertretung dem Vorschlag von Wolfgang Tödt (BBS), der eine Forderung zahlreicher Anlieger vorgetragen hatte. Die möchten erreichen, dass wenigstens der Verkehr zum Parkplatz des Berufsbildungszentrum nicht mehr über den Holunderweg, sondern über die Burgfeldstraße laufen soll. Hierüber will die Stadt jetzt mit dem Kreis reden. Doch das ist den Anliegern alles zu wenig. Auch ist das Vertrauen in die Verwaltung mittlerweile auf dem Nullpunkt.

Inzwischen werde von den Anliegern die Einleitung eines Bürgerbegehrens geprüft, erfuhren die Lübecker Nachrichten. Hierzu müssen Unterschriften, etwa 1300 an der Zahl, von Bad Segeberger Bürgern gesammelt werden. Die Anlieger der umliegenden Eigenheime und Reihenhäuser rund um den Nelkenweg wollen erreichen, dass, wie früher geplant, auf der Brachfläche am Nelkenweg Einzelhaus- und Doppelhausbebaung ermöglicht wird. So war es jedenfalls 2010 beschlossen worden, bis der Investor und Grundstückseigentümer im Bad Segeberger Rathaus mit ganz anderen Plänen zum Geschosswohnungsbau vorstellig wurde. Bleibt jetzt nur die Frage, ob die Anlieger für ihr Problem auch andere Bad Segeberger, die nicht in dem Wohnquartier beheimatet sind, sensibilisieren können. Aber noch ist es nicht so weit. Stadtvertreter und Verwaltung seien schon über diese Pläne informiert, hieß es.

Wolfgang Glombik

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