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Neue Planung für Windkraftanlagen?

Bad Segeberg Neue Planung für Windkraftanlagen?

Landesplanung setzt Anhörungsverfahren fort – Bad Segeberg sieht keinen Einfluss auf Ost-Baugebiet.

Die Windkraftanlagen auch vom Bürgerwindpark Neuengörs-Weede bieten aus der Vogelperspektive ein imposantes Bild. Hier gibt es Anlagen mit einer Gesamthöhe von 150 Metern.

Quelle: Foto: Glombik

Bad Segeberg. Sind wir betroffen? Das Thema Windkraft mobilisierte in den vergangenen Monaten überall in den Dörfer rund um Bad Segeberg die Bürger. Sie wollten nicht tatenlos hinnehmen, dass in Sichtweite ihrer Siedlungen Windprojektfirmen sich mit ihren Riesenpropellern auf Windeignungsflächen breitmachten. Jetzt muss neu gemessen werden. 1000 Meter Abstand zu Wohngebieten, mindestens aber die fünffache Höhe der Anlage, 600 Meter zu Einzelhäusern und Splittersiedlungen, aber mindestens die dreifache Anlagenhöhe, gemessen bis zur Rotorblattspitze sind die neuen Vorgaben im Koalitionsvertrag des neuen Jamaika-Bündnisses.

Was heißt das für die bisherigen Planungen und Anhörungen? Das fragen sich jetzt viele Bürger, aber auch die Planungsbüros und Flächeneigner. Denn bislang sind nur Mindestabstände von 800 und 400 Meter vorgeschrieben. Als es noch vor einem halben Jahr Einwände in öffentlichen Veranstaltungen gegenüber der Landesplanung gab, diese Distanzen seien zu gering, argumentierte die Kieler Staatskanzlei, dass die energiepolitischen Ziele in Gefahr gerieten, wenn die Abstände vergrößert würden. Dann könnten deutlich weniger als die knapp zwei Prozent als Vorranggebiete ausgewiesen werden.

Die Windkraftbranche ist mächtig aufgescheucht. Vor Anrufen kann sich Ulrich Tasch von der Landesplanung in Kiel jetzt kaum retten. Er bekomme jetzt schon reichlich Anfragen von Projektplanern, die angesichts der neuen Abstandsregelungen überlegten, wie sie ihre Vorhaben umbauen sollen, erzählt er. Es sei jetzt noch zu früh, im Detail zu bewerten, was der Koalitionsvertrag für die Planung bedeute, erklärte Ulrich Tasch auf LN-Nachfrage.

Die Anhörungen zu den Entwurfsfassungen der Windvorrangflächen würden nicht abgebrochen, liefen jetzt ganz normal weiter bis zum 30. Juni. Da könne sich jetzt jeder noch zu den Plänen äußern. Tasch:

„Wir werden versuchen für kommende Planentwürfe die Stellungnahmen und die neuen Vorgaben der künftigen Landesregierung zusammenzubringen.“ Wenn sich nun durch die neuen Vorgaben alles grundlegend ändern würde, müssten die aktualisierten Entwürfe neu ausgelegt werden. Klar sei ihm, dass man noch an anderen „Stellschrauben“ drehen müsse, um auf die im Koalitionsvertrag festgelegten zwei Prozent Landesfläche für Windstrom zu kommen.

Tasch warnt vor „Aktionismus“. Die Bürger könnten sich sicher sein, dass die aktualisierten Pläne noch einmal ausgelegt würden. Es gebe genügend Zeit, sich dazu zu äußern. „Bis jetzt ist alles nur spekulativ.“ Auch bei der Kreisplanung des Kreises Segeberg ist man zurückhaltend, verweist auf die Landesbehörden.

Für große Aufregung hatten in den vergangenen Wochen vor allem geplante Windkraftflächen zwischen Weede, Schieren und Bad Segeberg gesorgt. Auf der 127 Hektar großen Vorrangfläche, von der 21 Hektar zu Bad Segeberg, 19 Hektar zu Schieren und 87 Hektar zum Gemeindegebiet von Weede gehören, sollen acht bis elf große Anlagen entstehen.

Müssen auch die Bad Segeberger bangen? Noch vor Bekanntgabe der neuen Mindestabstände zu Wohngebieten teilte Bad Segebergs Bauamtsleiterin Antje Langethal den LN mit, dass Windkraft-Planung keinen Einfluss auf das geplante, große Baugebiet im Ostteil der Stadt mit rund 80 Einfamilien- und Doppelhäusern haben werde. Schon im Dezember wurde der Bebauungsplan „Havkamp Ost“ angeschoben. „Da liegen rund 1,8 Kilometer Entfernung dazwischen.“ Auch noch weitere anschließende Entwicklungen seien nicht gefährdet. Langethal: „Ich schätze nicht, dass es zu Beeinträchtigungen kommen wird. Ich sehe kein Problem für unsere bauliche Entwicklung.“

 Wolfgang Glombik

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