Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Neue Tier-Gesichter und treue Besucher
Lokales Segeberg Neue Tier-Gesichter und treue Besucher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:11 25.01.2018
Auf Tuchfühlung: „Dachsmutti“ Janine Bürger (l.) und Nellie Weiß, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert, im Dachsgehege. Quelle: Fotos: Hiltrop

„Dani, komm, komm.“ Laut lockend mit Katzenfutterbrocken in der Hand setzt sich Tierpflegerin Janine Bürger im Dachsgehege auf einen Baumstamm. In Nullkommanichts ist sie von dem silbergrauen Rudel umzingelt. „Dani“, der Waisendachs von einem Bauernhof bei Frankfurt am Main, ist ihr besonders ans Herz gewachsen. Mit der Hand hat sie ihn als Welpen zu Hause gepäppelt. „Lea“, „Maja“ und „Henry“

Zur Galerie
Auf Tuchfühlung: „Dachsmutti“ Janine Bürger (l.) und Nellie Weiß, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert, im Dachsgehege.

kamen aus einer Pflegestation bei Berlin dazu. Eine Wildparkbesucherin gab den entscheidenden Tipp für diesen Zuwachs.

Propper ist die fröhliche Bande, die im Mai 2017 eingezogen ist und für einen Leckerbissen lassen sich die putzigen Raubtiere gern blicken. Es gebe weitergehende Pläne, sie unter Umständen mit den Füchsen zu vergesellschaften, führt Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck beim Neujahrsempfang in den Kiek-Ut-Stuben im Wildpark aus.

Das vergangene Jahr lief besser als das miese Wetter vermuten ließ: 252 719 Besucher wurden 2017 gezählt. Von Schenck: „Über 10 000 mehr als im Vorjahr – ein tolles Ergebnis.“ Gleichzeitig sei es „eine Bestätigung unserer wichtigen Arbeit, die wir ohne staatliche Unterstützung und mit Hilfe vieler Unterstützer und Förderer in vielen Bereichen gemeinnützig leisten“. Mit umgestalteten Gehegen, vielen neuen Tieren, etlichen Sonderveranstaltungen und dem Einsatz aller aus dem Team sei genau die richtige Wildpark-Eekholt-Mischung gefunden worden.

Ein wichtiges Augenmerk legt die Naturerlebnisstätte auf den Nachwuchs. Man wolle nicht nur informieren, sondern auch motivieren. So seien 2017 über 15000 Kinder und Jugendliche persönlich betreut worden. „Kindern kommt die Natur zunehmend abhanden, die Berührungsängste nehmen zu“, mahnt Ute Kröger, Leiterin der Wildparkschule. Das Naturbild sei stark verklärt, und die Bedeutung der Natur als überlebenswichtiges System und die Kenntnis darüber würden weiter in den Hintergrund gedrängt.

Viele gelungene Kooperationen und Partnerschaften wirken dem entgegen, etwa die mit dem Verein „Schulen für eine lebendige Unter- elbe“, dem Naturfilmfestival „Green Screen“, dem Landesverband Eulenschutz und dem Seeadlerschutz. Wolfsinformationszentrum ist der Wildpark obendrein. 1993 zogen die ersten Wölfe in Eekholt ein. „Wir wollen um Akzeptanz werben und sachlich informieren“, unterstreicht von Schenck.

Auch baulich tut sich einiges im Wildpark: Die Vogelpflegestation (durch die fast achtmonatige Aufstallpflicht wurden hier 2017 lediglich 64 Tiere gepäppelt) erfuhr ihren größten Umbau und viele Verbesserungen. Finanziert werden konnte das durch jeweils 50000 Euro vom Förderverein und der Sielmann-Stiftung. Das dritte Fischottergehege sei fast fertig und die Arbeiten im Storchengehege kämen voran. In der Wildparkschule werden bald Geckos ihr Terrarium beziehen. Für 2018 ist der Terminkalender mit Bekanntem, Bewährtem, Neuem gefüllt. Der Deutsche Falknerorden wird erstmals Falknerausbildungen im Wildpark anbieten, die NDR-Landpartie will Station machen und vielleicht klappt es ja bei „Dani-Dachs“ und Co. mit der Fuchsgesellschaft.

Veranstaltungen

Geführte Winterspaziergänge, Holzrücken der Kaltblutpferde (4. Februar, ab 11 Uhr) oder die Wolfsnächte (24. und 25. Februar, ab 14 Uhr) – über das ganze Jahr finden Veranstaltungen mit besonderen Schwerpunkten im Wildpark Eekholt statt. Geöffnet ist die Naturerlebnisstätte ganzjährig (derzeit ab 10 Uhr) bis zum Einbruch der Dunkelheit. Der Eintritt beträgt 9,50 Euro, ermäßigt 9 Euro, Kinder 8 Euro. Mehr Infos im Netz unter www.wildpark-eekholt.de. hil

 Heike Hiltrop

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Spurensuche im Fall der vor zwei Monaten getöteten 34-Jährigen aus Schackendorf sind abgeschlossen, teilt die Staatsanwaltschaft Kiel mit. Die Ermittler glauben, die Tatwaffe sichergestellt zu haben. Der 47-jährige Ehemann der Toten steht weiterhin unter Mordverdacht.

12.01.2018

Der Flüchtlingsstrom ist lange verebbt, dennoch leben in Warder immer noch rund 80 Asylbewerber, die für die Wohnungssuche fit gemacht werden sollen. Gegenüber anderen Gemeinden mit sinkenden Flüchtlingszahlen fühlt sich Rohlstorf benachteiligt und fordert einen Kostenausgleich.

12.01.2018

Drei Märchen aus Estland für Kinder ab vier Jahren werden am Freitag, 19. Januar, um 15 Uhr in der Jugend-Akademie Segeberg, Marienstraße 31, gezeigt.

12.01.2018
Anzeige