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Segeberg „Reinsbeksounds“ – ein weiterer Kulturbaustein für Pronstorf
Lokales Segeberg „Reinsbeksounds“ – ein weiterer Kulturbaustein für Pronstorf
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18:41 12.10.2018
Silvia Ohms Vorliebe für Musik liegt in der Familie. Ihr Opa Hans Gnutzmann spielte 1904 in der "Kurkapelle Solbad Segeberg" Klarinette, Geige, Saxofon und Klavier. Quelle: Petra Dreu
Pronstorf

 Die Gemeinde Pronstorf mausert sich immer mehr zu einem Kulturstandort der besonderen Art. Mehr als 1000 Musikliebhaber pilgern jedes Jahr zum Schleswig-Holstein-Musikfestival auf dem Gut Pronstorf. Mit viel Flair präsentiert sich ebenfalls seit mehreren Jahren der von Ehrenamtlern zu einem Kulturtreffpunkt umgebaute „Hoffmanns Stall“ im kleinen Ortsteil Eilsdorf. Jetzt zieht auch der Ortsteil Reinsbek nach. In der neu erbauten Dorf-, Kultur- und Freizeitstätte wollen Silvia und Jörg Ohm mit der Veranstaltungsreihe „Reinsbeksounds“ vor allem jungen Künstlern eine Chance und Auftrittsmöglichkeit geben.

Auch wenn sie selbst kein Instrument erlernt hat, hat Silvia Ohm die Vorliebe für Musik offenbar in die Wiege gelegt bekommen. Ihr Großvater Hans Gnutzmann spielte 1904 in der „Kurkapelle Solbad Segeberg“ Klarinette, Geige, Saxofon und Klavier. Erst bei dreien ihrer fünf Kinder schlugen die künstlerischen Gene ihres Großvaters durch. An denen wird wahrscheinlich auch Ehemann Jörg seinen Anteil haben, denn er ist nicht nur seit vielen Jahren Vorsitzender des Kindervogelschießervereins, sondern ab und zu greift er zur Gitarre, der sich auch Tochter Nina verschrieben hat, die dazu singt. Anne spielt Saxofon und Liza ist nach einem Musikstudium mit ihrem Studienkollegen Kay Petersen als das überaus erfolgreiche Duo „Liza & Kay“ mit leisen Tönen in der gesamten Bundesrepublik unterwegs.

„Frauen haben es in der Musikszene besonders schwer. Dabei gibt es so viele Perlen zu entdecken“, weiß Silvia Ohm, die vor allem junge Frauen ermuntern möchte, ihren musikalischen Weg zu gehen und sich einem interessierten Publikum zu präsentieren. Den passenden Rahmen für solche Auftritte haben Silvia und Jörg Ohm bislang in ihrem eigenen Wohnzimmer geschaffen. „Aber wo wir doch jetzt die tolle Dorf-, Kultur- und Freizeitstätte haben, wollen wir auch die Öffentlichkeit daran teilhaben lassen“, erzählt Silvia Ohm.

Das erste Konzert

Florian Künstler ist am kommenden Donnerstag, 18. Oktober, der musikalische Auftakt zur neuen Kulturreihe „Reinsbeksounds“ im Dorf-, Kultur- und Bildungszentrum Reinsbek, Hauptraße hinter dem Sportplatz. Mit seiner Musik setzt er durch die Verbindung seiner sehr persönlichen deutschen Texte mit modernen Elementen der Folkmusik neue Maßstäbe in der deutschsprachigen Musikszene. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, stattdessen Hutkasse. Weitere Infos und Anmeldung unter www.reinsbek-sounds.de oder Telefon 04506-89191.

Auch wenn Künstler nicht von Luft und Liebe leben können, soll der Eintritt zu den Reinsbeksounds-Konzerten frei bleiben. „Wir werden eine Hut herumgehen lassen. Wer wenig Geld hat, wirft das hinein, was er über hat. Andere schmeißen dafür etwas mehr in den Hut. Das wird sich schon ausgleichen“, ist Silvia Ohm überzeugt, die bei den Vorbereitungen durch weitere ehrenamtliche Helfer aus Reinsbek unterstützt wird.

Sie helfen dabei, für die Konzerte Stuhlreihen aufzustellen und ausreichend gekühlte Getränke zu organisieren. „Außerdem wollen wir einen kleinen Imbiss reichen, und nach dem Konzert ist ausreichend Zeit für einen Klönschnack“, so die Veranstalterin, die darauf hofft, einen Kreis von Musikinteressierten für die Konzerte in Reinsbek aufbauen zu können.

Auch wenn Silvia Ohm besonders junge Musikerinnen unterstützen möchte, sind es zwei Männer, die „Reinsbeksounds“ zum Leben erwecken wollen. Den Auftakt macht am kommenden Donnerstag, 18. Oktober, der Lübecker Singer/Songwriter Florian Künstler. Zweiter Musiker wird am 28. Februar Tom Klose aus Flensburg sein, der seit einigen Jahren zu den Charakterköpfen der norddeutschen Singer-Songwriter Szene zählt und mit seiner Experimentierfreude in keine Schublade passt.

Silvia Ohm: „Wenn die Konzerte nur halb so schön werden, wie ich sie mir vorstelle, wird es einfach toll. Ich wünsche mir, dass de Reinsbeker das Angebot annehmen. Wenn ich die Leute irgendwann anbetteln muss, dass die zu den Konzerten kommen, höre ich auf. Dann ist das einfach nicht der richtige Rahmen.“

Petra Dreu

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