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Segeberg Neue Zustellbasis: DHL investiert acht Millionen Euro
Lokales Segeberg Neue Zustellbasis: DHL investiert acht Millionen Euro
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22:35 10.04.2013
BEOS-Projektleiter Jan Schöniger, Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und DHL-Niederlassungsleiter Michael Heimbokel (von links) setzten den ersten symbolischen Spatenstich für den Neubau. Quelle: Fuchs
Norderstedt

Solche Momente genießt der Verwaltungschef. Wieder einmal konnte Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote (CDU) am gestrigen Mittwoch eine Schaufel in die Hand nehmen, um den offiziellen ersten Spatenstich für ein Neubau-Projekt zu setzen. Der Paketdienstleister DHL der Deutschen Post AG investiert rund acht Millionen Euro in eine neue hochautomatische Zustellbasis. Sie wird neben Norderstedt, Henstedt-Ulzburg und Ellerau auch die nördlichen Stadtteile Hamburgs mit Paketen versorgen.

Bis Ende September soll das neue Gebäude an der Oststraße gegenüber der Kfz-Zulassungsstelle fertiggestellt sein. „Unser altes Brief- und Paketzentrum an der Falkenbergstraße ist längst an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen“, begründet Post-Niederlassungsleiter Michael Heimbokel diese Investition in die Zukunft. „Wir haben voriges Jahr allein für Norderstedt und das nördliche Hamburg 60 000 Pakete pro Woche ausgeliefert.“ In diesem Jahr rechnet Heimbokel mit einer weiteren Steigerung auf 70 000 Pakete pro Woche. „Die Leute kaufen immer mehr über das Internet ein und bestellen ihre Waren als Paketlieferung. Diesem zunehmenden Trend müssen wir Rechnung tragen.“

So erneuert die Deutsche Post in diesem Jahr bundesweit 32 ihrer Paketzentren und 25 Zustellbasen, wie sie in Norderstedt gebaut wird, und investiert dafür nach eigenen Angaben 750 Millionen Euro. Mit der Planung und Bauausführung hat die DHL die Berliner Entwicklungsgesellschaft BEOS beauftragt, die an der Oststraße bereits einen Gewerbekomplex von dem Medizintechnik-Konzern Johnson und Johnson übernommen hat, in dem 170 Mitarbeiter arbeiten. „Wir verwalten bundesweit 1,2 Millionen Quadratmeter an Gewerbe-Immobilien“, stellte BEOS-Regionalleiter Jan Plückhahn seine Firma vor.

Der DHL-Bau wird 4700 Quadratmeter groß sein und eine Lagerfläche von 4200 Quadratmetern haben. Die 80 Mitarbeiter, davon 60 neue, könnten sich auf ergonomische Arbeitsplätze freuen. So müssten sie die Pakete nicht mehr in gebückter Haltung vom Laufband nehmen, sondern können dies im Stehen tun, erklärte Niederlassungsleiter Heimbokel. Auch die Zeitersparnis werde durch die vollautomatisierte Technik erheblich sein. „Das kommt unseren Kunden zugute.“ Schon heute würden die DHL-Pakete zu 85 Prozent innerhalb eines Tages beim Kunden ankommen. Der Zeitplan für den Bau sei eng, gab BEOS-Projektleiter Jan Schöniger zu. Aber da die Stadt Norderstedt die Baugenehmigung in nur zehn Wochen erteilte, „haben wir Zeit gewonnen“.

Nicht der Große fresse den Kleinen, sondern „der Schnelle den Langsamen“, kommentierte Grote schmunzelnd dieses Lob. Neben dem Umzug der Tesa-Zentrale von Hamburg-Eppendorf nach Norderstedt, in die die Beiersdorf-Tochter 160 Millionen Euro investiert, sei dies zurzeit das zweite Großprojekt in Norderstedt, so der Verwaltungschef. „Das ist eine Bestätigung des guten Standorts.“

Auch die Lage im Gewerbegebiet Harkshörn sei ideal, nicht nur wegen der guten Verkehrsanbindung zur Schleswig-Holstein-Straße. „Das Areal liegt direkt am Norderstedter Stadtpark. Da können die Mitarbeiter in der Mittagspause spazieren gehen, die Natur genießen oder Wasserskifahren.“

Burkhard Fuchs

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