Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Neuer Badesteg am Blunker See ist Marke Eigenbau
Lokales Segeberg Neuer Badesteg am Blunker See ist Marke Eigenbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:35 14.02.2018
Sie haben so lange gearbeitet, bis der Badesteg fertig war: Hendrik von Pein, Martin Kiel, Sven Burdin und Michael Thies (v. li.). Quelle: Fotos: Petra Dreu
Blunk

„Im Dezember 2016 haben wir angefangen“, erzählt Hendrik von Pein, Vorsitzender des Blunker Vogelschießervereins. Im Februar/ März letzten Jahres erfolgten die ersten Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde, die schließlich grünes Licht für den Holzsteg gab. Auch ein Angebot war schnell beschafft. 17000 Euro sollte der Steg kosten, wenn eine Fachfirma alle Arbeiten ausgeführt hätte.

Mehr als ein Jahr Planung liegt hinter den Ehrenamtlern, die bei eisigen Temperaturen dem Blunker See einen Steg aus Hartholz verpasst haben. Auf Fördergelder haben sie dabei verzichtet, denn die damit verbundenen erhöhten Anforderungen wären für Blunk nicht finanzierbar gewesen.

Da war die Welt in Blunk noch in Ordnung. Hendrik von Pein bemühte sich um Fördergelder und wurde fündig: 50 Prozent der Kosten wollte der Naturpark Holsteinische Schweiz für den Steg locker machen.

Doch wie das bei Fördergeldern nun mal oft ist, sind sie an Auflagen gebunden. So war es auch bei dem Steg. Diverse Nachweise und statische Gutachten waren gefordert, die zum Leidwesen der Blunker die Preise für den Badesteg in die Höhe getrieben haben.

„Irgendwann waren wir bei 26000 Euro. Selbst bei einer 50-prozentigen Förderung wären es für Blunk immer noch 13000 Euro gewesen. So viel kann die Gemeinde gar nicht dafür ausgeben“, weiß

Hendrik von Pein. Doch bekanntlich ist überall, wo ein Wille ist, auch ein Weg. Den allerdings konnte die Gemeinde nur einschlagen, wenn sie auf die Fördergelder des Naturparks verzichtet.

Gesagt, getan: Lediglich das Setzen der Pfähle ließ die Gemeinde von dem Fachunternehmen Galle aus Schmalensee vornehmen, das den Blunkern sogar noch einen Hilfssteg für die eigentlichen Bauarbeiten überließ. Am letzten Wochenende im Januar war es dann soweit: Hendrik von Pein, Michael Thies, Dennis Krull und Martin Kiel pfiffen gemeinsam mit den beiden Gemeindevertretern Björn Pape und Sven Burdin auf das freie Wochenende. Stattdessen griffen sie zu Hammer, Säge, Akkuschrauber und Thermopren-Wathose und machten sich bei kalten Temperaturen ans Werk.

Versorgt wurden sie dabei von ihren Frauen, die warmes Essen, selbstgebackenen Kuchen und heißen Kaffee vorbeigebracht hatten. „Zum Aufwärmen hatten wir einen Pferdeanhänger“, erzählt Henrik von Pein, der nach dem arbeitsreichen Wochenende stolz auf den nagelneuen Steg blickt. „Jetzt kann der Sommer kommen. Besonders die Kinder werden sich freuen.“

Durch den großen Anteil an Eigenarbeit konnten die Männer die Gesamtkosten auf 8500 Euro herunterschrauben. Dreiviertel der Summe sind bereits durch Spenden Blunker Firmen und mehrerer Privatleute gedeckt.

Von Petra Dreu

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Gut für Wahlstedt“, so lautete der Slogan mit dem Wahlstedts Liberale 2013 in den Kommunalwahlkampf gezogen waren. Drei Plätze, also einen mehr als zuvor, hatten sie sich erhofft.

14.02.2018

Die Idee zum besseren Klopapier ließ Lkw-Fahrer Wojciech Otto nicht mehr los. 2015 begann er zu tüfteln. Der Prototyp seiner patentierten, mehrlagigen „Hygienevorrichtung“ brachten ihm die Erfinder-Goldmedaille und einen TV-Auftritt ein – nur ein Investor fehlt noch.

14.02.2018

Hier Betriebe, die händeringend qualifizierte Mitarbeiter brauchen, dort junge Geflüchtete auf der Suche nach Perspektive: Zum zweiten Mal bekamen beide Seiten mit einer Ausbildungs- und Berufsmesse eine gemeinsame Gesprächs- und Informationsplattform zum Austausch.

14.02.2018
Anzeige