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Neuer Chef des Landesvereins übernimmt ein gut bestelltes Feld

Rickling Neuer Chef des Landesvereins übernimmt ein gut bestelltes Feld

Nach knapp 20 Jahren geht Pastor Rüdiger Gilde, Direktor des Landesvereins für Innere Mission, in den Ruhestand. Morgen wird Gilde aus seinen Ämtern entpflichtet, gleich darauf wird sein Nachfolger, Pastor Andreas Kalkowski, ins Amt eingeführt und gesegnet.

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Pastor Rüdiger Gilde, Direktor des Landesvereins für Innere Mission, übergibt den Schlüssel an seinen Nachfolger Andreas Kalkowski.

Quelle: sd

Rickling. In den vergangenen sechs Monaten hat Kalkowski die Einrichtungen des Landesvereins kennengelernt und in den unterschiedlichsten Bereichen hospitiert. Eine Besonderheit des Vereins sei ihm dabei aufgefallen: die Verbundenheit mit der Region. „Andere Einrichtungen entwickeln sich strategisch, der Landesverein macht es auf nachhaltige Weise“, betont Kalkowski.

Der Vater dreier fast erwachsener Kinder ist in Bielefeld geboren und in Bethel aufgewachsen. Da er in der Jugendarbeit aktiv war, entwickelte er früh das Interesse für Diakonie und Kirche. Nach diversen Praktika entschied sich Kalkowski für ein Studium der evangelischen Theologie in Bethel und Hamburg. Nach seinem Vikariat wurde er 1995 Gemeindepastor in Neu-Allermöhe, einem damals gerade entstehenden Hamburger Stadtteil. Da es weder Kirche noch Gemeindehaus gab, nutzte er einen Bauwagen zur Gemeindearbeit. „Meinen ersten Gottesdienst hielt ich in einer Tiefgarage“, erinnert sich der 51-Jährige.

Er baute nicht nur eine Kirchengemeinde komplett auf, sondern gründete mit Bewohnern das ökumenische Gemeindezentrum „Feste Burg“ und den Verein für Kinder- und Jugendförderung in Neu-Allermöhe.

Dieser sei hinsichtlich der Intentionen mit denen des Landesvereins vergleichbar, so der Pastor, der seit Herbst 2011 Leiter des kirchlichen Tagungs- und Bildungszentrums für Nachhaltigkeit „Haus am Schüberg“ in Ammersbek gewesen ist. Dort habe er ein großes Lern- und Erfahrungsfeld gehabt, das er nun miteinbringen könne.

„Ich habe ein sehr gut bestelltes Feld vorgefunden“, so Kalkowski. Seine Arbeit als Direktor sei es eher, die eingeschlagene Richtung einzuhalten als eigene kreative Projekte zu entwickeln. Wichtig sei ihm aber weiterhin der seelsorgerische Bereich und vor allem die Schultätigkeit. „Mir ist sehr viel an der nächsten Generation gelegen, ihre Themen interessieren mich.“ Auch auf das neue Kunsthaus auf dem Ricklinger Gelände freue er sich. Soll es Maleratelier und Galerie beherbergen und zum Ort der Begegnung werden.

Wie bereits sein Vorgänger Gilde wird auch Kalkowski mit seiner Frau auf dem Gelände des Psychiatrischen Zentrums wohnen. In seiner freien Zeit will er lesen und Fitness betreiben. „Außerdem unterhalte ich mich gern, wo kann man das besser als bei einem guten Essen?“ So war vor Kurzem ein ehemaliger Zivi mit Freundin zum Kaffee mit selbstgebackener Torte eingeladen, weil sich die beiden von Kalkowski trauen lassen wollen.

1875 gegründet

Der Landesverein für Innere Mission entstand 1875, gegründet von Bürgern und Pastoren, die damit auf der Grundlage christlichen Glaubens sozialen Nöten begegnen wollten. 1883 errichtet der Landesverein in Rickling seine erste Einrichtung, eine Arbeiterkolonie.

Heute betreibt der Landesverein Einrichtungen in ambulanter, teilstationärer und stationärer Form für alte und pflegebedürftige, behinderte, psychisch kranke und suchtkranke Menschen.

Nach eigenen Angaben bietet der Verein in unterschiedlichen Betreuungsformen etwa 4200 Plätze.

Den Mittelpunkt des Landesvereins bildet das Psychiatrische Zentrum in Rickling mit unterschiedlichen Einrichtungen, unter anderem das Krankenhaus mit 300 Betten. Es gibt Tageskliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachpflegeeinrichtung für chronisch psychisch Kranke, betreute Wohnstätten und Wohngemeinschaften sowie die ambulante und teilstationäre psychiatrische Versorgung im Kreis Segeberg.

Etwa 2600 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt der Landesverein.

Von Silvie Domann

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