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Segeberg Neuer Pastor träumt von Predigt am Kalkberg
Lokales Segeberg Neuer Pastor träumt von Predigt am Kalkberg
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21:55 03.06.2016
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Bad Segeberg

Noch steht das Fahrrad im Archiv und Umzugskartons müssen ausgepackt werden. Gerade mal ein paar Tage ist Martin Schulenburg in Bad Segeberg und schon hat der neue Pastor der Glindenberg-Gemeinde gefühlt 50 Termine. Dabei ist er noch gar nicht ordiniert, eigentlich noch kein „echter“ Pastor. Das wird er erst in einer Woche bei der Ordination im Schleswiger Dom. Da sein Arbeitsvertrag zum 1. Juni begonnen hat, wird Schulenburg morgen von Propst Dr. Daniel Havemann in St. Marien offiziell vorgestellt.

„Das ist meine erste Pfarrstelle, sie wurde mir zugewiesen, aber ich freue mich und bin total motiviert“, sagt der 33-Jährige. Er ist Großstädter durch und durch, in Hamburg geboren, hat dort studiert, dann sieben Monate mit Obdachlosen in Berlin gearbeitet. Sein Vikariat hat er auf dem Land in der Gemeinde Gundelsby-Maasholm bei Kappeln gemacht. „Es war schön dort, aber anfangs eine große Umstellung. Kein Bäcker, ein Arzt für alles.“ Da sei Bad Segeberg nahezu ideal, städtisch und in der Nähe von Hamburg gelegen. Außerdem macht die Gemeinde Glindenberg einen aktiven und lebendigen Eindruck auf ihn. „Das ist mir wichtig, ich möchte im Team arbeiten, mit anderen Pastoren, Diakonen und Ehrenamtlichen. Ich möchte den Gottesdienst einladend, aktiv und lebendig gestalten“, betont Schulenburg, der seit vier Jahren in festen Händen ist. Und er will auch außerhalb des Kirchengebäudes predigen. Vielleicht am Großen Segeberger See oder vor einer Karl-May-Aufführung. „Ich war nie bei den Spielen, habe aber den Schatz im Silbersee gelesen, das wäre also eine Gelegenheit“, so der junge Mann.

„Es ist eine sehr wertvolle Aufgabe, von Gott zu erzählen und die Botschaft zu verbreiten, dass Gott die Menschen liebt.“ Die Erfahrung hat er auch in Berlin gemacht. Er hat für die Berliner Stadtmission gearbeitet, war im Foyer der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, einem Obdachlosen-Restaurant am Kurfürstendamm und in der Bahnhofsmission Bahnhof Zoo tätig. Tische aufbauen, Kleider und Essen ausgeben gehörten ebenso wie die seelsorgerische Begleitung der Obdachlosen zu seinen Aufgaben. „Viele haben im Glauben einen Halt gefunden, wollten einen Segen oder das Vater unser, das war beeindruckend.“

Jugend- und Seniorenarbeit sowie die Diakonie sind ihm wichtig. Bereits als „Zivi“ hat er die Bereiche kennengelernt. In seiner Heimatgemeinde Tonndorf hat er in der Diakoniestation gearbeitet. Im Schachverein Kinder und Jugendliche betreut. Die Arbeit in der Diakonie hat ihm so gefallen, dass er sich für Theologie und gegen Geschichte entschied. Allerdings vertiefte er im Studium den Bereich Kirchengeschichte. Schulenburgs Lieblingsepochen sind die ursprüngliche Kirche, die ersten 400 Jahre, und die Reformationszeit. „Ich freue mich auf das Lutherjahr, es gibt so viele Aktionen!“

Silvie Domann

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