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Segeberg Neuer Tafel-Transporter war ein Schnäppchen
Lokales Segeberg Neuer Tafel-Transporter war ein Schnäppchen
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21:38 15.07.2016
Die Fahrer Peter Gönne und Jürgen Böttche (hinten, v.l.) und Martina Hedke, 2. Vorsitzende der Tafel, entladen das neue Fahrzeug. Quelle: Dreu

„So, wie das Fahrzeug hier steht, hätte es 57000 Euro gekostet“, verriet Lions-Bruder Joachim Wild in seiner Funktion als Chef der Segeberger Tafel. Nur durch die Verhandlungen der „Stiftunglife“, die von den Lions-Clubs ins Leben gerufen wurde, sei allerdings ein Preis herausgekommen, den ein normales Autohaus niemals hätte offerieren können. 33000 Euro kostete das mit einem Kühlaggregat ausgestattete und extra gedämmte Fahrzeug.

Von der Summe hatte der Lions- Club Segeberg 11000 Euro übernommen, weitere 11000 Euro trug die „Stiftunglife“, die restlichen 11000 Euro steuerte die Segeberger Tafel aus Spenden bei.

Auch kleine Extras wie eine Einstiegshilfe für die Fahrer übernahm die Tafel selbst. „Unsere Fahrer sind alles keine jungen Burschen mehr, die den Einstieg mit Leichtigkeit nehmen. Wir sind alles Rentner“, sagte der Vorsitzende fast entschuldigend.

Leid tat es ihm, dass er das Fahrzeug nicht in Bad Segeberg kaufen konnte. „Durch die Kooperation mit der Stiftung waren wir an das Autohaus in Fulda gebunden“, so Wild. Bevor jedoch schlechte Stimmung aufkommen konnte, suchte er das hiesige Autohaus Pfohe auf und erläuterte die Situation. Anstatt sauer zu sein, erfuhr er jedoch weiteres Wohlwollen. „Sollten wir Ersatzteile benötigen, bekommen wir einen Rabatt. Die Kosten für Wartung und Reparatur übernimmt Pfohe. Darüber freuen wir uns sehr“, so Wild.

Beklebt ist das Fahrzeug mit der Werbung hiesiger Unternehmen, die nicht extra dafür gezahlt haben, sondern die allesamt seit Jahren die Tafel unterstützen. „Ein Holzhändler sponsert uns jeden Monat 200 Liter Diesel. Ein Gebäude-Reinigungsunternehmen hält hier kostenlos alles sauber. Dafür revanchieren wir uns und fahren Reklame für diese Unternehmen“, sagte der Tafel-Vorsitzende.

Die einzige kalkulierbare Einnahmequelle der Tafel sind die Mitgliedsbeiträge. Insgesamt 15000 Euro kommen dadurch pro Jahr zusammen, denen aber nach eigenen Angaben rund 40000 Euro Fixkosten gegenüberstehen. Deshalb ist die Tafel für jede Spende dankbar. „Ohne weitere Spenden könnten wir den Laden dicht machen“, erzählte Tafel-Chef Joachim Wild.

Damit die Lions weiterhin die Tafel unterstützen können, machten Lions-Präsident Thomas Bonitz und sein Vorgänger Matthias Flucke Werbung für das Stadtfest. Flucke: „Die Tombola ist unsere Haupteinnahmequelle.“ Thomas Bonitz ergänzte: „Wir investieren in das Stadtfest viel Zeit und Arbeit, weil wir wie hier bei der Tafel genau sehen können, was mit unserem Spenden geschieht.“

 pd

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