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Neuer Treffpunkt im Herzen der Stadt

Bad Segeberg Neuer Treffpunkt im Herzen der Stadt

Der Marienhof ist mehr als „nur“ Seniorenheim. Mit Café und Promenade bindet er alle ein.

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Nicht so klobig wie befürchtet:  vor dem Marienhof.

Quelle: Glombik

Bad Segeberg. Offiziell eingeweiht wird der Marienhof erst am 16. August, aber zumindest innen ist das Zehn-Millionen-Projekt so gut wie fertiggestellt. Eines der meistdiskutierten und teuersten Bauprojekte in Bad Segeberg steht vor der Vollendung. Die Nachfrage ist groß. Die 35 Seniorenwohnungen sind vermietet, 200 Namen stehen auf der Warteliste, die Pflegebetten sind auch schon zum Teil belegt. Aber nicht nur die Senioren, alle Bad Segeberger und Besucher sollen von der Anlage profitieren. Mit einem neuen Weg hinauf zur Kirche: Der Marienpromenade. Noch mehr gute Nachrichten für alle: Der Kirchenkreis sorgt für reichlich öffentlich zugängliche Parkplätze, mit 75 Stellplätzen weit mehr als erwartet.

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Unterstützte die Architekten bei der Einrichtung der Pflegezimmer: Heimleiter Andreas Fenker

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In einem LN-Gespräch stellten der Baubeauftragte des Kirchenkreises Wolfgang Feindt und Heimleiter Andreas Fenker das neue Heim vor. Drinnen: viel Farbe, viel Licht. Ein helles Foyer, Clubräume für die Bewohner. Das Ganze nicht protzig, aber großzügig in der Fläche und zweckmäßig. Nicht zu verachten ist auch das Mariencafe. Am 1. August wird hier die Eröffnung gefeiert.

Die gesamte Anlage soll eines darstellen: Offenheit. Zum See wird man auch gelangen, wenn man von der Fußgängerzone die Apotheker-Twiete nimmt, über den Innenhof des Marienhofs zur Promenade spaziert. Der Segeberger See soll so näher an die Innenstadt „heranrücken“, war eine der Ursprungsideen. „Das bleibt offen, da kommt auch später kein Zaun hin“, beteuert Wolfgang Feindt. Im Innenhof auf der Promenade sollen kleinwüchsige Bäume und Bänke stehen. Es habe ein durchweg positives Echo auf die Architektur gegeben, erklärt Feindt. In einer frühen Planungsphase hatte man sich überlegt, das Gebäude zu verklinkern. „Davon kamen wir ab, dadurch zeigt sich der relativ große Baukörper gar nicht so klobig wie anfangs befürchtet“, so Feindt. Er passt sich der Umgebung an. Und wenn erst die Außenanlage fertig seien, werde das noch deutlicher. Der lange Winter „lässt grüßen, deshalb sind wir bei den Außenanlagen zehn Wochen in Verzug“.

Der Leiter des Propstei-Altenheims (85 Plätze), Andreas Fenker, der auch die Leitung des neuem Heims mit 40 Plätzen übernommen hat, betont den offenen Charakter der Einrichtung. „Das ist alles frei, die Pflegeheimbewohner können jederzeit kommen und gehen.“ Für Mobilität ist gesorgt: In der Tiefgarage können Elektrorollstühle geparkt und mit Strom „getankt“ werden. Das große Plus für den Marienhof ist, dass er innenstadtnah ist. Mit dem Rollator sind schon einige Mieter regelmäßig in der Fußgängerzone unterwegs. Auch der See soll später mit dem Rollstuhl über langgestreckte Serpentinen bequem erreichbar sein.

Das sind die äußeren Werte: Für Feindt und Fenker ist das bislang „einmalige Konzept“ wichtig. Senioren, die schon eine Wohnung im Haus bezogen haben, können später, wenn es einmal nötig sei sollte, ab Pflegestufe drei ein Pflegezimmer beziehen. „Da spielen sich sich sonst immer Dramen ab, wenn Paare auseinandergerissen werden, weil ein Ehepartner ins Pflegeheim muss und der andere zurückbleibt.“ Daraus sei die Idee entstanden, alles zu vereinen. Zwar optisch und durch Türen getrennt aber unter einem Dach. Sonst hätte der Kirchenkreis mit dem Projekt auch gar nicht erst angefangen, weiß Feindt.

Für Heimleiter Andreas Fenker („das hat schon Spaß gemacht“) war es wichtig, seine Erfahrungen als examinierter Altenpfleger bei den Baubesprechungen einzubringen. „Alles ging nicht, wir mussten auch auf das Geld achten.“ Und wie verhält es sich mit dem versprochenen Seeblick? „ Erst ab dem dritten Stock“, kommt es trocken von Feindt. Doch die blickversperrenden Bäume weit hinten auf dem Kirchengelände will er trotzdem nicht absägen. Und Andreas Fenker entdeckt tröstlich im ersten Stock — in der Ferne einen Zipfel See. . .

Nach dem Kauf eines Nachbargrundstücks: Kirchenkreis bietet bald 75 Parkplätze
„Das hat sich alles prima entwickelt“, betont Architekt Thorsten Simonsen. Sogar die Parkraumproblematik, ein Riesenthema im Vorfeld der Bauplanung, konnte gelöst werden. In der Nachbarschaft zwischen dem Marienhof und dem Pastorat konnte der Kirchenkreis Plön-Segeberg ein zusätzliches Grundstück kaufen. „Wir haben vor wenigen Tagen den Kaufpreis unterschrieben, 700 Quadratmeter werden zusätzlich als Parkraum zur Verfügung stehen“, so Feindt. Er betonte gegenüber den LN, dass die Kirche verpflichtet gewesen sei, 40 Parkplätze vorzuhalten. Dafür war extra eine Tiefgarage gebaut worden. „Wir werden jetzt 75 Parkplätze anbieten können.“ Zur Erinnerung: Weil sich die Bad Segeberger Kommunalpolitiker damals über die Parkplatzfrage nicht einigen konnten, gab es eine Bauverzögerung von nahezu einem Jahr. Nun hat der Kirchenkreis beim Bürgermeister angefragt, ob die Stadt das Grundstück als Parkraum bewirtschaften möchte. Feindt: „Wenn wir uns über die Pachthöhe einig werden, kann das klappen.“

Die angespannte Parkplatzsituation werde sich dadurch „deutlich entkrampfen, das alles ist sehr viel runder geworden“, betont auch Architekt Simonsen. Ein Nebeneffekt: Da auf der Ostseite des Marienhofs nun genügend Parkplätze geschaffen werden, muss auch das Pastorat nicht über die Promenade angefahren werden. — Doch für Simonsen wirkt alles nur „halbfertig“, solange nicht die Außenanlagen fertig seien. Die seien für die Wirkung des Marienhofs wichtig. Die Bepflanzung werde erst im Herbst erfolgen können. wgl

„Das bleibt offen, da kommt kein Zaun hin.“
Wolfgang Feindt, Kirche

Wolfgang Glombik

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