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„Neuer Weg“ feierlich eingeweiht

Sülfeld „Neuer Weg“ feierlich eingeweiht

Aufatmen in Sülfeld: Die zweijährige Hängepartie in der Ortsdurchfahrt hat endlich ein Ende.

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Schnitten das Band gemeinsam durch (von links): Gero Storjohann, Karl-Heinz Wegner, Walter Schmidt, Jutta Hartwieg, Volker Bumann, Jens Kretschmer und Franz Thönnes.

Quelle: Foto: Spreer

Sülfeld. Die Anlieger der Kreisstraße 54 — in Sülfeld heißt sie Neuer Weg — werden drei Kreuze gemacht haben, als die Bauarbeiten an der Durchgangsstraße endlich beendet waren. Nach über zwei Jahren. Vom Lärm mal ganz abgesehen: Die Straße war zudem noch längere Zeit voll gesperrt. Der Begriff „Durchgangsstraße“ hatte da seine Bedeutung verloren. Und zum eigenen Grundstück zu kommen, war auch oft eine Quälerei. Doch gestern wurde ein Strich unter die Angelegenheit gezogen. Feierlich wurde die (längst wieder freigegebene) Straße eingeweiht.

Mit Landrätin Jutta Hartwieg haben an diesem Akt der alte und der neue Sülfelder Bürgermeister, Volker Bumann und Karl-Heinz Wegner, Jens Kretschmer vom Wege-Zweckverband, der Ingenieur Walter Schmidt sowie die Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes (SPD) und Gero Storjohann (CDU) teilgenommen.

Dass die Arbeiten an der fast drei Kilometer langen Straße von Sülfeld nach Borstel so lange gedauert haben, lag nicht an der „Trödelei“ der Baufirma (was einige Sülfelder mutmaßen), sondern nach Worten des Ingenieurs an Überraschungen, mit denen der Untergrund aufgewartet hat. Schmidt: „Wir sind auf größere Flächen von Moor und Torf gestoßen. Der Boden war dort nicht tragfähig.“ Es musste also viel Material ausgetauscht werden, vor allem im Bereich des alten Alsterkanals. Dass die Straße lange Zeit beidseitig gesperrt wurde, lag nach Schmidts Worten an der Bauberufsgenossenschaft. Die hatte sich gegen die einseitige Sperrung aufgelehnt, weil sie die Bauarbeiter dadurch in Gefahr sah. Und dass die Arbeiten so lange gedauert haben, „lag auch an zwei sehr strengen Wintern“, ergänzte Lorenz Ebeling von der Tiefbauabteilung des Kreises. Der hat den Löwenteil der Kosten von insgesamt gut zwei Millionen Euro übernommen. „Nun ist das Geld aber auch alle“, beugte Jutta Hartweg weiteren Wünschen der Sülfelder vor. Die wollen am liebsten auch gleich die Oldesloer Straße (die darf getrost als eine der schlechtesten im Kreis bezeichnet werden) saniert haben.

Finanziell mit im Boot war auch der Wege-Zweckverband. Der ist für die Abwasser- und Regenwasserleitungen im Ort zuständig. Es wäre ja unsinnig, so WZV-Chef Jens Kretschmer, „wenn wir die teils maroden Leitungen nicht gleich mit ausgewechselt hätten“, sondern stattdessen nach fünf Jahren wieder die Straße hätten aufreißen müssen. Nun ist also auch „unterirdisch“ im Neuen Weg alles okay.

Bürgermeister Wegner dankte allen Mitwirkenden für die geleistete Arbeit. Einer hatte besonderen Anteil an der Sanierungsmaßnahme, sein Vorgänger Volker Bumann. „Der hatte zwei Jahre lang fast jeden Donnerstag ein bis zwei Stunden Baubesprechung.“ Klar, dass Bumann beim Durchschneiden des blau-weiß-roten Bandes beteiligt war.

Christian Spreer

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