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Segeberg Neues Bier aus Norderstedt: Garstedter Lager
Lokales Segeberg Neues Bier aus Norderstedt: Garstedter Lager
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06:00 17.03.2019
Braumeister Franz Nothaas (l.) und „Hopfenliebe“-Chef Rajas Thiele-Stechemesser präsentieren das fünfte Norderstedter Bier, ein Lager. Quelle: Fuchs
Norderstedt

Bis vor fünf Jahren sah es aus Sicht des Bierfans Rajas Thiele-Stechemesser noch mau aus in Norderstedt. In allen Kneipen und Getränkeläden gab es nur die Massenprodukte der großen Bierkonzerne zu trinken und zu kaufen. „Das muss sich ändern“, dachte sich der heute 54-Jährige, der schon als Gastwirt und Werbemanager gearbeitet hat, das inzwischen wieder eingestellte Stadtfest Spektakulum aus der Taufe gehoben hatte und immer noch als Sänger einer Punkband auftritt.

In seiner heutigen Funktion als Geschäftsführer der Mehrzwecksäle GmbH, die neben der TriBühne und dem Kulturwerk am Stadtparksee Theateraufführungen und Konzerte veranstaltet und auch die stadteigene Rathaus-Schenke „Hopfenliebe“ betreibt, konnte er diese Idee dann 2015 in die Tat umsetzen. Die ohnehin kaum genutzte Kegelbahn im Keller des Rathauses wurde abgebaut und dafür eine nagelneue Bierbrau-Anlage angeschafft. Mit der produziert Thiele, der sich zum Biersommelier hat fortbilden lassen, zusammen mit dem Braumeister Franz Nothaas inzwischen 50 000 Liter stadteigenen Gerstensaft pro Jahr.

Seit fünf Jahren jedes Jahr ein neues Bier

Und nun stellte er im fünften Jahr in Folge das fünfte Norderstedter Bier vor. Nach dem Norderstedter Pils und den drei Stadtteilbieren Harksheider Pale Ale, dem Friedrichsgaber Bockbier und dem Glashütter Weizenbier hat jetzt auch Garstedt endlich seine eigene Biersorte: Es ist ein sehr dunkles Lagerbier. Wie alle ihre Vorgänger ist es nach dem Geburtsjahr ihres Initiators Thiele-Stechemesser mit dem Jahrgang 65er versehen.

Brauer Nothaas hat es in Absprache mit seinem Chef in monatelanger Feinarbeit kreiert und ausprobiert. „Das Garstedter Lager ist ein sehr dunkles, fast schwarzes Lager-Bier. Es ist malzig mit einem Hauch von Rauchmalz“, sagt der Fachmann. Er habe es mit einer Nuance Rauchmalz abgeschmeckt und mit 5,2 Prozent Alkoholgehalt versehen. Fruchtige, blumige Hopfen würden den Geschmack abrunden.

Wer es probieren möchte, muss in die Norderstedter Hopfenliebe kommen. Dort wird es von Dienstag, 19. März an, abends in der Gaststätte, die dienstags bis sonnabends von 16 Uhr bis Mitternacht geöffnet ist, neben den andern Norderstedter Bieren für 3,20 Euro oder 5,20 Euro in 0,3 oder Halbliter-Gläsern ausgeschenkt, Es ist aber auch als Souvenir oder Gastgeschenk tagsüber von montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr für 2,19 Euro oder 5,90 Euro in der 0,33 oder 0,75-Liter Flasche zu kaufen, wenn die Hopfenliebe am Rathaus als Ticket-Verkaufsschalter für kulturelle Veranstaltungen in der Stadt dient.

1000 Liter stadteigenes Bier pro Woche

„Unser Brauhaus braut zurzeit 1000 Liter stadteigenes Bier im Ratskeller pro Woche“, sagt Thiele-Stechemesser stolz. Das Norderstedter Pils mache bislang die Hälfte des Ausschanks unter den Norderstedter Bieren aus. Mit 1500 Litern dunkles Lager aus Garstedt gehe die neueste Bierkreation jetzt bei den täglich bis zu 400 Gästen in der Hopfenliebe an den Start.

„Unsere Gäste aus Garstedt fragten uns schon ein Loch in den Bauch, wann denn nun endlich das Bier aus ihrem Stadtteil komme“, freut sich Thiele-Stechemesser über die Vorschusslorbeeren. In den sozialen Medien habe seine Mitarbeiterin Merle Busch dafür sogar ein kleines Puzzle entwickelt, das mit der Erwartung der User ein wenig spielte, indem sie es zunächst als alkoholfrei anpries und zu einem kleinen Aufschrei in den Netzwerken geführt hätte. Das ist es dann mit dem dunklen Lager vieler Norderstedter Bierfans zum Glück dann doch nicht geworden.

Burkhard Fuchs

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