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Segeberg Neues Flüchtlingsheim mit 30 Plätzen
Lokales Segeberg Neues Flüchtlingsheim mit 30 Plätzen
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19:30 17.06.2016
Das Holzhaus bietet etwa 30 Menschen Platz. Diese sollen auch vorhandene Gemeinschaftseinrichtungen im Bienenhof nutzen. Quelle: Glombik

„Wir sind im engen Kontakt, es sind aber noch keine Verträge unterschrieben“, teilte der Sprecher der Hamburger Innenbehörde fast gleichlautend wie der Sprecher des Kieler Innenministers fest.

Der Chef der SPD-Landtagsfraktion, Ralf Stegner, hatte kürzlich noch bei einem Pressetermin gesagt, dass die Verträge schon unterschrieben seien. Das stimmt offensichtlich nicht. „Es sind noch nicht alle Punkte geklärt“, teilte der Hamburger Sprecher mit. Er gehe davon aus, dass die Unterschriften – wenn es soweit sein sollte – in einem feierlichen Rahmen geleistet werden sollen. Damit steht die als Landesunterkunft errichtete Container-Stadt auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne weiterhin leer.

 

„Wir haben nicht Probleme wie in Lübeck.“Dieter Schönfeld, Bgm.

Bei der Stadt Bad Segeberg hat man vorsichtiger geplant. Hier sei man nicht wie in Lübeck darauf angewiesen, die Landes-Container auch für die der Stadt zugewiesenen Asylbewerber nutzen zu müssen, stellte Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) klar. Dank der Hilfe der Wankendorfer Baugenossenschaft, die zahlreiche Wohnungen zur Verfügung stellt, des Kaufs des Bienenhofs durch die Stadt und jetzt gerade des neugebauten Flüchtlingshauses in Modulbauweise stehe man gut da.

In dem neuen Holzhaus, nahe am Bienenhof an der Burgfeldstraße, stehen in wenigen Tagen weitere 30 Plätze für Asylbewerber zur Verfügung. Kostenpunkt 400 000 Euro. Das Gebäude soll am 24. Juni fertiggestellt sein. Schönfeld: „Wir haben jetzt sogar schon eine Reserve an Unterbringungsmöglichkeiten.“ Die Stadt habe schon die ersten angemieteten Wohnungen zurückgeben können. „Wir haben nicht die Probleme, die Lübeck hat.“ Dort bietet das Land sein fast leerstehendes Erstaufnahmelager auf dem Volksfestplatz mit über 500 Containern den Lübeckern zur Nutzung an. Lübeck muss seine Flüchtlinge mangels Wohnungen extrem teuer in Pensionen und Hotels unterbringen. In Bad Segeberg habe die Stadt darauf geachtet, „dass wir bei den Wohnungen die Mietobergrenze einhalten und so sparsam wirtschaften“, erklärte Schönfeld. Er möchte jetzt zügig in der Geschwister-Scholl-Straße das geplante Mehrfamilienhaus bauen und dort Wohnungen zu erschwinglichen Mietpreisen anbieten.

Schönfeld: „Wir haben hier schon die ersten Bewerbungen von Senioren aus der Nachbarschaft. Das finde ich großartig.“ Die Stadt möchte mit ihrem eigenen Wohnungsbauprogramm für Entlastung sorgen.

Viele anerkannte Asylbewerber fänden zur Zeit gar keine Wohnung, um ihre Unterkunft von der Stadt verlassen zu können.

Die Zuwanderungszahlen bleiben hoch. Amtsleiter Karsten Immanns hatte im Sozialausschuss jüngste Zahlen präsentiert. Danach habe die Stadt bereits bis Anfang Juni 114 Zuweisungen für das laufende Jahr bekommen. „Im Leistungsbezug“ der Stadt seien derzeit 282 Asylbewerber. Andere Flüchtlinge, deren Asylanträge genehmigt worden sind, konnten ihre städtische Unterkunft verlassen.

Sozialausschussvorsitzender Jens Lichte (SPD) rief dazu auf, dass zur Betreuung der Asylbewerber noch viele Ehrenamtler benötigt werden. Die Menschen, die sich jetzt ehrenamtlich engagierten, seien überfordert, benötigten Hilfe.

 Wolfgang Glombik

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