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Neues Hospiz: 14 Plätze für ein würdevolles Sterben

Norderstedt Neues Hospiz: 14 Plätze für ein würdevolles Sterben

Die Stadt Norderstedt plant, im Stadtteil Friedrichsgabe ein Sterbe-Hospiz mit etwa 14 Plätzen unter Leitung der Albertinenstiftung zu errichten.

Norderstedt. In der Gesellschafterversammlung für das Diakonie-Hospiz in Hamburg-Volksdorf, das die Albertinenstiftung betreibt und dessen Mitgesellschafter die Stadt Norderstedt ist, sei man übereingekommen, eine Außenstelle dieses Hospizes in Norderstedt einzurichten, kündigt Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote an. „Wir wollen unseren Bürgern eine solche wohnortnahe Einrichtung schaffen, die ihnen ein würdevolles Sterben im Kreise ihrer Lieben ermöglicht.“

Die Stadt Norderstedt habe sich dem Volksdorfer Hospiz angeschlossen, das im April 2008 mit 16 stationären Plätzen eröffnet wurde, weil lange Zeit der Bau eines eigenen Hospizes in Norderstedt illusorisch war, erläutert Grote. Es sollte einen Einzugsbereich für 250 000 Menschen haben und konnte auch nicht finanziert werden. „Doch das hat sich jetzt grundlegend geändert“, freut sich Grote.

Jetzt könnte eine solche Pflegestation für schwerkranke und sterbende Menschen zu 95 Prozent finanziell gefördert werden. „Damit ist ein Hospiz für uns jetzt realisierbar.“

Als Standort käme der Frederikspark in Frage, wo der Landesverein für Innere Mission aus Rickling mit den Regio Kliniken aus Elmshorn eine Tagesklinik für psychiatrisch kranke Menschen betreibt. „Das wäre gut über den AKN-Bahnhof Friedrichsgabe zu erreichen und würde dort auch gut hinpassen“, findet Grote. Der genaue Standort müsse nach einem Grundsatzbeschluss im Aufsichtsrat der Albertinenstiftung noch im Frühjahr gefunden werden. Für die zwölf bis 14 geplanten stationären Hospiz-Plätze wären 3000 Quadratmeter Nutzfläche und eine voraussichtliche Investitionssumme von 2,5 Millionen Euro notwendig.

„Das Charmante an dieser Sache wäre, dass es als Außenstelle von der Albertinenstiftung mit ihrer langjährigen Erfahrung und den fachlich versierten Mitarbeitern geführt werden kann“, sagt Grote.

Unklar sei noch, ob die Stiftung es in Eigenregie errichte oder es von einem Dritten bauen lasse, von dem es dann abgekauft oder langfristig gepachtet werden sollte. „Die Entscheidung fällt in den nächsten Monaten.“ Auch die Einbeziehung des ambulanten Hospizdienstes Omega, der gute Arbeit in Norderstedt leiste, müsse dabei noch berücksichtigt werden.

Norderstedts OB Grote hat für diese Pläne bereits um Unterstützung bei seinen Amtskollegen in der Region geworben. Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Stefan Bauer hat bereits signalisiert, dass seine Großgemeinde großes Interesse an einem Hospiz in der Nachbarstadt hätte. Landesweit gebe es nur sechs solcher Einrichtungen, die sich zur Aufgabe machten, „unheilbar kranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu versorgen und die Lebensqualität der sterbenden Menschen zu verbessern“. Die nächstgelegenen Hospize befänden sich in Elmshorn, Hamburg, Kiel oder Lübeck.

„In Absprache mit Oberbürgermeister Grote unterstütze ich dieses Projekt in Norderstedt und begrüße die Planungen für ein Hospiz in unserer Region“, betont Bauer. „Ein stationäres Hospiz ermöglicht Menschen, deren Krankheitsbilder eine entsprechende Betreuung notwendig machen, eine würdevolle Sterbebegleitung und bietet Angehörigen Trauerbegleitung. Eine solche Einrichtung fehlt bisher in unserem Einzugsgebiet und wird auch über alle Fraktionen hinweg von Henstedt-Ulzburg begrüßt. Es wäre eine wunderbare Erweiterung des sozialen Angebots in unserer Region.“

bf

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