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Segeberg Neues „Rathaus“ für den Kirchenkreis
Lokales Segeberg Neues „Rathaus“ für den Kirchenkreis
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20:52 05.10.2017
Frohe Kunde von Peter Wiegner (Präses der Kirchenkreis-Synode), Propst Erich Faehling, Tanja Warschkow (Leiterin Finanzabteilung) und Propst Dr. Daniel Havemann (v. l.). Quelle: Foto: Hil

Noch ist der Kaufvertrag für das 6120 Quadratmeter große Grundstück am Birkenring nicht unterzeichnet, aber die Absichtserklärung ist beschlossene Sache: Der Kirchenkreis Plön-Segeberg will bauen.

 

Gewerbegebiet Burgfelde: Mit der Grundsteinlegung von Hass+Hatje begann die Bebauung. Die Kirche wird Nachbar des Betriebes. Quelle: Foto: Wilkening

„Wir hoffen, den Beschluss über die Bauform Mitte 2018 treffen zu können", Propst Dr. Daniel Havemann. 

Bei einer Gegenstimme sprach sich die Synode am Mittwochabend in Preetz für eine Verwaltung auf dem Gelände aus, das zum neuen Gewerbegebiet Burgfelde gehört. Wunschtermin für den Umzug aus der Oldesloer Straße 24 in Bad Segeberg: Ende 2019.

Eng ist es auf den zwei Etagen, die derzeit für die rund 50 Verwaltungsmitarbeiter des Kirchenkreises zur Verfügung stehen. Die Archivräume sind längst ausgelagert, es gibt lediglich eine drei Quadratmeter große Teeküche. Die Belegung des einzigen Besprechungsraumes muss straff durchorganisiert werden, da hier auch Schulungen stattfinden und Forscher ihn nutzen, umreißt Synoden-Präses Peter Wiegmann die prekäre Situation für die Mitarbeiter.

Das Angebot des Gebäudeeigentümers, sich im Haus auszudehnen, sei mit einer langen Mietbindung von 15 Jahren verbunden gewesen, „und der Preis so, dass wir überlegen mussten, ob das wirtschaftlich ist“, ergänzt Propst Dr. Daniel Havemann. Darum habe man sich für einen zukunftsorientierten Neubau entschieden. „Wir sind froh, dass wir damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen können“, unterstreicht Propst Erich Faehling. Wie groß das neue „Rathaus“ des Kirchenkreises werden soll, steht noch nicht fest. „Wir gehen von einem Raumbedarf von 1400 Quadratmetern aus.

Zusätzlich gibt es den Prüfauftrag, ob größer gebaut werden kann, um zu vermieten und ob Energiestandards erhöht werden können.“ Darum könne momentan nur eine grobe Kostenschätzung abgegeben werden.

Havemann: „Zwischen 4,5 und 6,2 Millionen Euro.“

Wie das Gebäude gestaltet sein wird, soll später durch einen Architektenwettbewerb ermittelt werden. „Wir hoffen, den Beschluss über die Bauform Mitte 2018 treffen zu können“, umreißt Havemann den Zeitrahmen. „Unsere Wunschvorstellung wäre ein Umzug noch in 2019.“

Positive Entwicklungen gibt zudem in der kirchenkreiseigenen Propsteialtenheim gGmbH (85 Mitarbeiter, 125 vollstationäre Pflegeplätze), zu der auch der Marienhof gehört. Sie hatte vor knapp einem Jahr mit einem Minus von 500 000 Euro Schlagzeilen gemacht. Nachdem Michael Steenbuck die Geschäftsführung im November 2016 übernommen hat, habe man „an vielen kleinen Stellschrauben gedreht“. So gebe es nun eine engere Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus zur Kurzzeitpflege, und die Vergütungsverträge mit den Kostenträgern seien angepasst worden. Das wirtschaftliche Ergebnis sei deutlich besser als im vergangenen Jahr, sagt Kirchenkreissprecher Daniel Neitzke: „Die Talfahrt ist gestoppt.“

An anderer Stelle werden derzeit 600 000 Euro investiert: In Preetz soll das Pflegeheim „Haus am Cathrinplatz“ entstehen. Ein Investor will mit dem Bau im November beginnen. Das Diakonische Werk soll es betreiben.

Kirchenkreis Plön-Segeberg in Zahlen

12 2000

Gemeindeglieder zählt der Kirchenkreis Plön-Segeberg.

1200 Personen sind insgesamt in den verschiedenen Einrichtungen, der Verwaltung und den Kirchengemeinden des Kirchenkreises Plön-Segeberg beschäftigt.

13 Stellen sind derzeit offiziell ausgeschrieben.

45 Kindertagesstätten betreibt der Kirchenkreis. Zudem ist er an drei Seniorenheimen beteiligt, dem Propsteialtenheim, dem Marienhof in Bad Segeberg, dem Haus am Kirchsee in Preetz.

35 Gemeinden gehören zum Kirchenkreis.

88 Sitze gibt es in der Synode. Acht Mitglieder werden berufen, 80 gewählt. Die Legislaturperiode endet gerade. In sechs Wahlkreisen wurde bereits gewählt. Die Stimmenauszählung findet am 12. Oktober statt.

 Heike Hiltrop

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