Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Neueste Erkenntnisse ausgetauscht
Lokales Segeberg Neueste Erkenntnisse ausgetauscht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:23 13.11.2017
Rund 200 Betroffene und Angehörige aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nahmen am diesjährigen Parkinsontag im Vitalia Seehotel teil. Quelle: Fotos: Dreu
Bad Segeberg

200 Personen, Betroffene wie Angehörige, waren aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nach Bad Segeberg zu kommen, um sich aus erster Hand von den Fachärzten auf dem Gebiet die neusten Erkenntnisse vermitteln zu lassen.

Die Zahl der betroffenen Patienten steigt, doch immer noch zählt Parkinson zu den Krankheiten, die nur wenig erforscht sind. Entsprechend gut besucht war das alljährliche Parkinsontreffen, zu dem die Segeberger Kliniken am Sonnabend ins Vitalia-Seehotel geladen hatte.

Weil das mittlerweile 11. Parkinsontreffen ausgerechnet auf den 11. November, den Tag des Heiligen St. Martin und den Tauftag von Martin Luther fiel, wagten die Organisatoren zum 500. Jahrestag der Reformation einen Brückenschlag zu Martin Luther und seiner damaligen Rolle in der Kirche. Für die musikalische Begleitung sorgte dabei der Posaunenchor der Kirchengemeinde, ein Mini-Theaterstück wurde aufgeführt und Pastorin Rebekka Lenz erzählte aus den Verhältnissen vor 500 Jahren, als Martin Luther die Kirche revolutionierte.

Professor Dr. Björn Hauptmann, Chefarzt der Fachklinik für Parkinson & Bewegungsstörungen, referierte über die bei Parkinson-Patienten weit verbreiteten Erschöpfungs- und Müdigkeitszustände. Der Mediziner beklagte dabei aber auch fehlende beziehungsweise schlechte Studien, die genau diesen Aspekt der Krankheit unter die Lupe nehmen sollten.

In weiteren Vorträgen widmeten sich seine Berufskollegen aus anderen Kliniken der Krankheit. Dr. Norbert Brüggemann aus dem Universitätsklinikum in Lübeck setzte dabei sein Hauptaugenmerk auf eine frühe Diagnostik der Krankheit. Professor Dr. Walter Maetzler, Neurologe am Universitätsklinikum in Kiel, stellte die Behandlung des Morbus Parkinson im fortgeschrittenen Alter heraus. Dr. Carsten Buhmann, Neurologe am Ambulanzzentrum und in der Neurologischen Klinik des Universitätskrankenhauses in Hamburg-Eppendorf gab dagegen Tipps, um den richtigen Zeitpunkt für eskalierende Therapien zu finden.

In den kurzen Vortragspausen hatten die Besucher die Gelegenheit, sich an verschiedenen Ständen über neue Hilfsmittel zu informieren. „Das Besteck ist schwerer, dadurch kann das Zittern reduziert werden und eine Rückenorthese hilft dabei, der gebeugten Haltung entgegenzuwirken und den Patienten aufzurichten“, erzählte Torben Brandenburg vom Sanitätshaus Klindwort.

pd

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nächstes Vollzeittraining startet in Bad Segeberg am 27. November.

13.11.2017

Der Blutspendetag bei Möbel Kraft in Bad Segeberg am Sonnabend, 18. November, hat schon eine kleine Tradition: Zum dritten Mal sind Spender ins 3.

13.11.2017

Der Polizei ist am Freitag ein mutmaßlicher Einbrecher ins Netz gegangen. Der 51-Jährige aus Hamburg hatte in Schmalfeld am frühen Nachmittag offenbar versucht, ...

13.11.2017
Anzeige