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Segeberg Ein Dorf setzt auf Naturschutz und Kultur
Lokales Segeberg Ein Dorf setzt auf Naturschutz und Kultur
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07:00 08.04.2019
Neversdorf und Bürgermeister Andreas Nixdorf haben für die Zukunft noch viel vor. Quelle: Petra Dreu
Neversdorf

 Neversdorf ist mit seinen 719 Einwohnern eine kleine Gemeinde am Rand des Kreises Segebergs, in der Gemeinschaft sowie Natur- und Umweltschutz seit Jahren großgeschrieben wird. Ein verschlafenes Nest ist Neversdorf dennoch nicht. Durch die Auffahrt zur A 21 sind Neversdorfer schnell in den umliegenden Großstädten. Mit Höchstgeschwindigkeit sind sie zudem auf der Datenautobahn unterwegs, über die sie von der Gemeinde über alles informiert werden, was sich im Dorf so tut. Im September will Neversdorf sogar zum Kulturdorf der Segeberger Kulturtage werden.

Kulturdorf

„Unsere Dörpschün, der See, der Wald, das Kieswerk, die Stiftungen, Scheunen, Wohnzimmer und sogar einen umgebauten Kuhstall. Wir haben viele Orte, die wie geschaffen für Kultur sind“, schwärmt Bürgermeister Andreas Nixdorf. Dass Neversdorf im Rahmen der Segeberger Kulturtage vom 13. bis 29. September nach Fehrenbötel und Nehms zum dritten Kulturdorf wird, freut ihn und seine Gemeindevertretung sehr. „Neversdorf ist wirklich schön. Wir sind gerade in die Feinplanung eingestiegen“, bestätigt Edda Runge vom Verein für Jugend- und Kulturarbeit.

Natur- und Umweltschutz

Der Natur- und Umweltschutz wird in Neversdorf seit Jahren großgeschrieben. Die Gemeinde unterhält hinter der Dörpschün ein riesiges Insektenhotel. Überall im Dorf hängen Nistkästen und wenn wie vor zwei Wochen der Dorfputz ansteht, sind es schon mal 75 Kinder und Erwachsene, die mit Greifer und Eimer bereitstehen. Immer mit dabei ist Landwirt und Wehrführer Thorsten Reimer, der mit seinem Trecker all das abholt, was die Dorfputzer aufgesammelt haben.

Als das Nachbargrundstück neben der Dörpschün zum Verkauf stand, hat sich die Gemeinde dieses als Erweiterungsfläche gesichert. Geplant ist bislang allerdings nur, dass hinter der Dörpschün eine Boulebahn entstehen soll und dass die Dörpschün selbst mit einer Spülmaschine ausgestattet werden soll. „Wir haben in der Gemeindevertretung den Beschluss gefasst, auf Einweggeschirr weitgehend verzichten wollen. Vereine, die sich Geschirr leihen müssen, werden wir unterstützen“, kündigte Andreas Nixdorf an. Die Aktion „Stadtradeln“ vom 6. Juni bis 6. Juli ist für die Neversdorfer ein weiterer Betrag zum Natur- und Klimaschutz.

Dorfkalender

Alles, was im Dorf geplant ist, Berichte aus der Kommunalpolitik, Termine der Vereine und vieles mehr finden die Neversdorfer sehr zeitnah im Dorfkalender, der auf der Webseite www.neversdorf.de heruntergeladen werden kann. Freie Mailadressen hat die Gemeinde noch für die Domain Neversdorf.de. „85 bis 90 Neversdorfer haben bereits eine Neversdorf-Mailadresse. Wer ebenfalls eine möchte, kann sich melden“, so der Bürgermeister.

Neuste Planungen

Auf dem ehemaligen Firmengelände des Bauunternehmens David entstehen schon bald zehn bis 14 Baugrundstücke. Das Wasserwerk und der dritte Teich der Vorseen sollen ebenfalls noch in diesem Jahr erneuert werden.

Petra Dreu

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