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Segeberg Niemand muss alleine sterben
Lokales Segeberg Niemand muss alleine sterben
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20:30 08.10.2016
Gemeinsam informierten ehrenamtliche Mitarbeiter der Muschel und des Hospizvereins Segeberg über ihre Arbeit. Quelle: Fotos: Domann

Tod und Trauer sind immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft, wer nicht im Freundes- oder Familienkreis davon betroffen ist, macht sich keine Gedanken darüber. Dabei ist der Tod etwas Natürliches und gehört ebenso wie die Geburt zum Leben dazu. Auch sind Schwerstkranke und Sterbende sowie ihre Angehörige nicht auf sich allein gestellt.

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Die beiden Segeberger Hospizvereine informierten über ihre Angebote.

Etwa 250 stationäre Hospize sowie etwa 1500 ambulante Hospiz- und Palliativeinrichtungen bundesweit können in Anspruch genommen werden. Mehr als 100 000 Menschen begleiten ehrenamtlich und hauptamtlich Sterbende.

Auch in Segeberg gibt es ein Netzwerk für Schwerstkranke und Sterbende: der Hospizverein Segeberg und der ambulante Kinderhospizdienst „Die Muschel“.

Zum gestrigen Welthospiztag informierten beide Vereine gemeinsam am Marktplatz über ihre Tätigkeiten. Flyer über die verschiedenen Angebote wie Trauercafés, diverse Trauergruppen und Spaziergänge wurden verteilt, einige der Passanten suchten das persönliche Gespräch. Um die Hemmschwelle herabzusetzen, hatten die beiden Hospizvereine eine Frage auf eine Stellwand geschrieben. Gibt es ausreichend Unterstützungsmöglichkeiten für Sterbende und ihre Angehörigen im Kreis? Eine Bewertungsskala von null bis zehn stand zur Auswahl. „Ich habe eine Drei gegeben, weil ich noch wenig über die Angebote weiß“, sagte Waltraud Glantschnig, die sich bei Renate Mier, Koordinatorin des Hospizvereins, informierte. Sie hätte solch Unterstützung gebrauchen können, als ihr Mann so schwer krank war. Damals habe sie nichts vom Hospizverein gewusst.

Damit sich das ändert, geht der Hospizverein in Schulen, zu Konfirmandengruppen und in Altenpflegeschulen. Derzeit hat der Hospizverein 54 Sterbebegleiter, im vergangenen Jahr wurden 66 Menschen begleitet. 20 Familien betreuen derzeit die Ehrenamtler der Muschel. „Wir haben noch mehr Anfragen, wir suchen noch weitere Ehrenamtler, vor allem Männer“, betonte Frauke Friedrichsen von der Muschel. „Die Arbeit ist sehr schön, man bekommt viel Liebe von den Kindern.“

sd

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