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Segeberg Intercity und Güterzüge verdrängen Nordbahn
Lokales Segeberg Intercity und Güterzüge verdrängen Nordbahn
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09:56 07.12.2018
Schon wieder wird der „Gumminasen-Zug“ der dänischen Staatsbahn durch Bad Segeberg fahren. Die Pendler haben das Nachsehen, müssen auf den Bus umsteigen. Quelle: Wolfgang GLOMBIK
Bad Segeberg/Bad Oldesloe

Das wird wohl jeder Pendler bestätigen: 2018 war ein „Grottenjahr“ für die Fahrgäste der Nordbahn, die zwischen Bad Oldesloe und Neumünster verkehrt. Ausfallende Züge, fehlende Lokführer, kaputte Züge, überfüllte Züge, Ersatzverkehr mit Bussen war oft an der Tagesordnung. Der Höhepunkt der Zug-Ärgernisse wird nun zum Ende des Jahres erreicht: Vom 25. Dezember bis Neujahr werden – bedingt durch Bauarbeiten bei Hamburg – täglich bis zu 22 Zugfahrten zwischen Neumünster und Bad Oldesloe ausfallen, teilt die Nordbahn mit.

Busse statt Bahnen

Damit würden etwa die Hälfte der Fahrten im Bahnfahrplan nicht stattfinden. „Die größte Anzahl an Zugfahrten können wir zwischen rund 6 und 10 Uhr sowie rund 17 und 21 Uhr durchführen. Zu den anderen Zeiten wird die überwiegende Anzahl der Zugfahrten durch Busfahrten ersetzt“, informiert Sprecherin Christiane Lage-Kress. Die Nordbahn sei indirekt von Gleisarbeiten in Hamburg betroffen, da Intercity und Güterzüge über Bad Oldesloe umgeleitet werden müssen, sagte sie.

Je zwei Busse sollen pro Zug, der ausfällt, eingesetzt werden. Einer hält – mit Ausnahme der Station Fresenburg – an allen Nordbahn-Stationen, ein anderer parallel fahrender „Schnell“-Bus wird nur die wichtigsten Haltepunkte anfahren. „Wir haben uns hier an dem Bedarf orientiert“, erklärt die Sprecherin. Wann genau die Busse fahren, sei noch nicht klar. Sie werden nur – das ist sicher – von den normalen Abfahrtszeiten der Nordbahn abweichen, schon damit die Fahrgäste nicht die Anschlusszüge verpassen. Der genaue Busfahrplan mit den detaillierten Abfahrtszeiten werde jetzt „für die Veröffentlichung aufbereitet“. Der Ersatzfahrplan solle dann schnellstmöglich ausgehängt und auf der Nordbahn-Homepage verbreitet werden, erklärt die Nordbahn-Sprecherin.

HVV-Karte gilt nicht für „Gumminasen-Zug“

Die Situation, dass wegen Bauarbeiten am Schienennetz Güterzüge und Intercity die Regionalbahn quasi von den Gleisen drängen, ist nicht neu. Vom 22. März bis 2. Mai gab es schon einmal die Situation. Damals fielen allerdings „nur“ acht Nordbahnzüge täglich aus. Immerhin durften damals Fahrgäste in den dänischen „Gumminasen-Zug“, bei seiner Umleitungstour zusteigen und mit ihrer HVV-Karte zum Beispiel von Bad Segeberg nach Bad Oldesloe oder Neumünster fahren. Diesen Service wird es jetzt auf LN-Anfrage bei der Bahnsprecherin ausdrücklich nicht geben. Mehr als Winkewinke ist nicht drin, wenn der Gumminasen-Zug, der die IC-Linie HamburgFlensburgAarhus bedient, viermal am Tag auf der eingleisigen Strecke vorbeirauscht. Auf die LN-Frage, wie viele Güterzüge nachts und tagsüber auf der Strecke zwischen Bad Oldesloe und Neumünster zwischen Weihnachten und Neujahr verkehren werden, gab es nichts Konkretes von der Bahn. Zahlen könne man nicht nennen, aber erfahrungsgemäß würden „zwischen den Jahren erheblich weniger Güterzüge“ verkehren, teilt die Sprecherin zur Beruhigung der Anwohner mit. Selbst auf die Frage, ob für 2019 wieder Einschränkungen auf der Nordbahnstrecke durch Bauarbeiten der Deutschen Bahn zu erwarten seien, hieß es, dass man weiter das Schienennetz modernisiere. Sollte es zu Einschränkungen im Zugverkehr kommen, werde dies „natürlich zeitnah kommuniziert“.

Wolfgang Glombik

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