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Segeberg Nordmann Engholm bei den Landfrauen
Lokales Segeberg Nordmann Engholm bei den Landfrauen
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20:32 08.06.2017
Der ehemalige Ministerpräsident Björn Engholm referierte über die Besonderheiten des Nordens und das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Nordeuropäer. Quelle: Fotos: Petra Dreu
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Bad Segeberg

Wenn die Landfrauen rufen, sagt man nicht „Nein“. Selbst dann nicht, wenn man bereits auf großen Bühnen zu Hause ist oder in früheren Jahren die Politik geprägt hat. Und so konnte Jutta Neuber, Vorsitzende des Segeberger Kreisverbandes, am Mittwoch nicht nur 200 Mitglieder, sondern auch prominente Gäste auf dem Kreislandfrauentag im Vitalia Seehotel begrüßen. Sie alle erlebten einen rundum gelungenen Abend, der in gleich mehrfacher Hinsicht zu einer Liebeserklärung an den Norden wurde.

Ehemaliger Ministerpräsident sprach beim Kreislandfrauentag in Bad Segeberg.

Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen – auch bei dem bekennenden „Nordmann“ Björn Engholm, der den Landfrauen die Besonderheiten des Nordens vermittelte. Und dazu gehören nun mal auch Gerichte wie Schwarzsauer, Mehlbüddel, marinierte Heidschnuckenhoden, Blutpudding mit Äpfeln oder „Surströmming“, ein Fischgericht, das unsere schwedischen Nachbarn absichtlich vergammeln lassen und im stinkenden Zustand als Delikatesse bezeichnen. Bei dem Gedanken rümpfte auch die ein oder andere Landfrau die Nase, und Jutta Neuber gab dem einstigen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein vorsorglich mit den Worten „warum in der Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah ist“ ein Segeberger Landfrauen-Kochbuch mit auf den Weg.

Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld hofft auf mehr Frauenengagement in den kommunalen Gremien, und Propst Dr. Daniel Havemann sprach aus, was zumindest die Frauen schon immer wussten:

„Frauen haben die meiste Arbeit und sind immer zur Stelle.“ Das sei schon vor 2000 Jahren so gewesen. Mit einem bemerkenswerten Vorschlag bugsierte er sich in die Herzen der Landfrauen: „Stellen Sie sich noch öfter in die erste Reihe und uns Männer an den Herd.“

An dem steht zurzeit die Kunst- und Philosophiestudentin Mona Harry sicherlich nur selten, die seit 2011 auf den großen Poetry-Slam-Bühnen zu Hause ist und mit ihrer Liebeserklärung an den Norden den Landfrauen ebenfalls aus dem Herzen sprach. Mit viel Humor hat sich darin auch die „besondere Boygroup“ Gnisse-Bären einen festen Platz erobert, die die Landfrauen erst nach mehreren Zugaben von dannen ziehen ließen. Ihren ersten Auftritt als neu gewählte Vorsitzende des Landesverbandes hatte Ute Röhr aus Reinfeld. Sie machte deutlich, dass sie vor allem für Lohngerechtigkeit, Akzeptanz der Landwirtschaft, die Daseinsvorsorge der Landfrauen und die Chancengleichheit eintritt.

Petra Dreu

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