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Segeberg Verbrannt oder geschreddert: Tschüss Tannenbaum
Lokales Segeberg Verbrannt oder geschreddert: Tschüss Tannenbaum
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12:12 09.01.2019
Reinhold Dreher (53, l.) und Kevin Zahn (20) auf der Tour durch Wahlstedt. Quelle: Heike Hiltrop
Bad Segeberg

 Und ab dafür: Weihnachten ist vorbei, und schon heißt es nichts wie weg mit dem grünen Festtags-Schmuck. So kurz die Tannenbäume in den guten Stuben standen, so schnell sind sie abgetakelt und auf einen der großen Haufen an den Sammelstellen aufgetürmt. Für Reinhold Dreher und Kevin Zahn vom Wege Zweckverband (WZV) war um 5.45 Uhr Dienstbeginn. Sie sind eines der Teams, die für die letzte Reise der Christbäume in der Region zuständig sind. Bad Segeberg und Wahlstedt standen am Dienstagmorgen auf ihrem Tourenplan.

„Wir sind gut in der Zeit“, sagt der 20-jährige Kevin Zahn und kehrt Äste und Nadeln am Sammelpunkt Alte Landstraße zusammen. Kollege Reinhold Dreher bedient derweil den Kran mit dem großen Metallgreifer und befördert eine Ladung Nordmänner in den Fahrzeug-Container. Acht Männer, acht Arbeitstage – dann sollen laut WZV knapp 12 000 Tannenbäume aus 55 Segeberger Gemeinden abgeholt sein. Zum Vergleich: 2017 waren es 13 000 und im Vorjahr 11 200. Dabei haben die Bürger in manchen Kommunen noch ein bisschen Zeit: In Geschendorf beispielsweise bis zum 11. Januar und in Bornhöved bis zum 14. Januar, dann wird vom Recyclingplatz Alter Bahnhof abgeholt. Am gleichen Tag sind die Mitarbeiter des Wege Zweckverbands auch in Rickling unterwegs. Sammelplätze sind an der Rollschuhbahn (Grüner Weg), am Sportplatz und am Bahnhof (Bahnhofstraße) in Fehrenbötel am Dörphus (Fehrenböteler Straße 13) und am Bolzplatz (Ricklinger Straße). Wer den Abholtermin in seiner Kommune noch einmal kontrollieren möchte, kann dies auf der Homepage des WZV unter „Abfallinfo“ und dem Wohnort (Straße und beliebige Tonne auswählen).

Unterwegs mit dem WZV

Letzter Bestimmungsort für die ausrangierten Tannenbäume ist der Recyclinghof Schmalfeld. Dort werden sie geschreddert, um in der Landwirtschaft und im Gartenbau als Abdeckung für Beete verwendet zu werden. Alles was dort nicht gebraucht wird, kommt in die Kompostieranlage der Stadtwerke in Neumünster (SWN). „Weihnachtsbaummüll“ mache hier dieser Tage etwa ein Kilogramm pro Kopf/Einwohner beim Grünabfall aus, sagt SWN-Sprecher Niklas Grewe. Es sei denn, es ist als Restmüll zu werten. Den mischen manche Bürger tatsächlich sogar säckeweise unter, weiß Kevin Zahn „Das kommt immer wieder vor. Auch auf unserer Wahlstedt-Runde war es so. Das wird separat entsorgt.“

In 30 der 95 Segeberger Gemeinden gibt es statt der WZV-Entsorgung das erste gemütliche Beisammensein der Dorfgemeinschaft beim Verbrennen der ausgedienten Bäume. Überwiegend nehmen das die Freiwilligen Feuerwehren in die Hand. Wie beispielsweise in Wakendorf I, wo die Wehr zu Sonnabend, 12. Januar, ab 17 Uhr zur Wiese neben dem Dorfgemeinschaftshaus einlädt. Bis zum Morgen sollten alle ihre Weihnachtsbäume an die Straßen gestellt haben, damit sie eingesammelt werden können.

In Klein Rönnau trifft man sich auf dem Parkplatz am Haus Rönnau ebenfalls am 12. Januar. Ab 16 Uhr werden die Weihnachtsbäume angezündet. Die Freiwillige Feuerwehr freut sich auf regen Besuch. Wie auch die Brandbekämpfer aus Negernbötel, die für den 12. Januar in der Kieskuhle des Dorfes einen schönen Abend (ab 17 Uhr) für alle, die ihren Tannenbaum vorbeibringen, organisiert haben. Und in Schieren sammelt die Wählergemeinschaft „Wir für Schieren“ die Bäume für ein Tannenfeuer am 2. März ein. Damit es ordentlich groß lodert, werden sie am Sonnabend, 12. Januar, abgeholt. Helfer für die Aktion sind willkommen. Treffpunkt ist an der Linde um 13 Uhr.

Heike Hiltrop

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