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Segeberg Oeringer tauschten reichlich „Freundlichkeiten“ aus
Lokales Segeberg Oeringer tauschten reichlich „Freundlichkeiten“ aus
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21:49 18.02.2016
Finanzausschussvorsitzender Andreas Hüttmann stellte in der Sitzung der Oeringer Gemeindevertreter den Haushalt vor. sd

Kindergarten oder Gemeindevertretersitzung? Sichtlich enttäuscht fasste ein Oeringer Bürger seine Eindrücke der fast dreistündigen Sitzung am Mittwochabend in der Einwohnerfragestunde zusammen. „Ich dachte, ich bin auf einer Gemeindevertreterversammlung und nicht im Kindergarten, das war keine Sitzung, das glich einer Prügelei“, so der Einwohner.

Zu Beginn der Sitzung hatte der ehemalige Bürgermeister Gerhard Broers (CDU) den Mitgliedern der Wählergemeinschaft mangelnde Transparenz und „Herrschaftswissen“ vorgeworfen. Der Austausch von „Freundlichkeiten“ zog sich wieder einmal durch eine Sitzung und verlängerte den Abend erheblich.

Kontrovers wurde über die Beratung und Beschlussfassung des Bebauungsplanes Nummer 6 diskutiert. Kritikpunkte der CDU-Fraktion waren die Kosten für eine Ausgleichsfläche und den Entwässerungsgraben am geplanten Neubaugebiet. Statt eine gepachtete Fläche auf Oeringer Gemeindegebiet vorzeitig aus der Pacht zu entlassen, will die Mehrheit der Gemeindevertreter eine Ausgleichsfläche in der Barker Heide für 26700 Euro erwerben. Kostengünstiger sei es, die verpachteten Flächen aufzulösen, so Broers.

Auch für die Pflege des Grabens und des Knicks gibt es zwei Möglichkeiten. Übernimmt die Gemeinde die Arbeit und Kosten, oder soll die Pflege Bestandteil des Kaufvertrages sein? „Jeden Cent, den wir nicht in der Kasse haben, ist einer zu viel“, betonte Wolfgang Finnern (CDU). Nach 40 Minuten und drei namentlichen Abstimmungen wurde der Entwurf- und Auslegungsbeschluss mit neun „Dafür-“ und drei „Dagegen“-Stimmen beschlossen.

 Das gleiche Zahlenverhältnis erbrachte die Abstimmung über die zweite Änderung des Flächennutzungsplanes für die Gebiete Jugendfreizeitplatz Sauer Moor, Sportlerheim und Hundespielwiese. Zum einen sehen die CDU-Fraktionsmitglieder den Bedarf einer Hundespielwiese für nicht gesichert, zum anderen sei die Straße dort für weitere Autos zu klein.

Einstimmig wurde dagegen der Haushalt der Gemeinde verabschiedet. Der Jahresfehlbetrag ist mit 203400 Euro angesetzt. Knapp 200000 Euro sind in diesem Jahr für Investitionen wie zum Beispiel den Austausch der Straßenlaternen gegen LED-Leuchten und den Unterstand auf dem Spielplatz gedacht. Die Steuer-Hebesätze werden nicht erhöht. Wenn der Haushalt den Planungen entspricht, ist ein Kredit in Höhe von 125 000 Euro nötig. „Wir sind gut aufgestellt und gehen sorgfältig mit den Investionen um“, sagte Andreas Hüttmann (FDP), Vorsitzender des Finanz-, Bau - und Wegeausschusses.

sd

LN

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