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Segeberg Oerings Bürgermeister Thomas Steenbock tritt zurück
Lokales Segeberg Oerings Bürgermeister Thomas Steenbock tritt zurück
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20:32 02.08.2017
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Oering

Die Rücktrittserklärung landete im E-Mail-Postfach der erstaunten Gemeindevertreter: Thomas Steenbock ist nicht mehr Bürgermeister von Oering. Der 44-Jährige von der Wählergemeinschaft Oering (WGO) gab in der Nachricht an seine Kollegen gesundheitliche Gründe für seinen Rückzug an. Steenbock, hauptberuflich Leiter der Bußgeldstelle in Bad Oldesloe, will aber weiter Gemeindevertreter bleiben. Bürgermeister auf Zeit ist jetzt Steenbocks bisheriger Stellvertreter, Wolfgang Finnern (CDU). Innerhalb der nächsten fünf Monate muss ein neuer Bürgermeister für die 1340 Einwohner große Gemeinde gewählt werden.

Wolfgang Finnern war bisher stellvertretender Bürgermeister.
Thomas Steenbock gibt sein Amt nach rund vier Jahren auf.

1340 Einwohner

Das Gebiet der Gemeinde Oering umfasst 909 Hektar, sie zählt gegenwärtig 1340 Einwohner. Oering ist eine von sieben Gemeinden, die dem Amt Itzstedt angehören. Sie hat sich in den vergangenen Jahren von einem landwirtschaftlich geprägten Ort mehr und mehr zu einem Wohnort entwickelt.

Finnern selbst wurde überrascht von dem Rücktritt, auch wenn er den krankgeschriebenen Steenbock bereits in den vergangenen sechs Wochen vertrat. „Ich stehe also voll im Saft. Die Arbeit ist kein Neuland für mich“, sagt Christdemokrat Finnern, der als neuer Gemeindechef jetzt gleich Wichtiges auf den Weg bringen muss: Die Ausschreibung für das Mehrgenerationen-Bürgerhaus beginnt, außerdem soll die Planung für die Kita-Anbau fortgeführt werden. „Zwei ziemlich heftige Projekte. Da geht es um viel Geld“, sagt Finnern.

Wer neuer Bürgermeister von Oering wird, ist indes noch unklar. Wolfgang Finnern sieht die WGO, mit sechs Gemeindevertretern stärkste Fraktion in der Gemeinde, jetzt in der Bringschuld. Dass die Wählergemeinschaft die Zeit bis zur Kommunalwahl im Mai 2018 mit einem eigenen Bürgermeister zu Ende bringt, steht für deren Vorsitzenden Gunnar Koslowski unterdessen außer Frage: „Wir müssen uns jetzt nach einem geeigneten Kandidaten umschauen und werden uns die Zeit in der Sommerpause nehmen. Wir werden die Entscheidung nicht übers Knie brechen.“ Der WGO-Chef macht dabei keinen Hehl daraus, dass es eine schwierige Situation für die Wählergemeinschaft ist: „Wir sind über den Rücktritt nicht glücklich, hätten uns gewünscht, dass Thomas noch etwas durchgehalten hätte. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit gewesen. Schade, dass es für ihn so einfach nicht weiterging. Der Kreis der potenziellen Nachfolger ist nicht groß“, sagt Koslowski. Anfang September soll eine Entscheidung gefallen sein, wen die WGO als Kandidaten aufstellt.

Thomas Steenbock, den die LN gestern nicht erreichen konnten, war seit 2013 Bürgermeister der Gemeinde Oering. Mit der damals erst kurz vor der Kommunalwahl gegründeten WGO gelang ihm aus dem Stand ein sensationeller Sieg, als die Wählergemeinschaft 55,3 Prozent der abgegebenen Stimmen holte. Die CDU kam nur noch auf vier Mandate, stürzte bei der Wahl von 60,5 auf 33,4 Prozent ab.

Jan Wulf

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