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Segeberg Offen und direkt: Ein neuer Pastor für Schlamersdorf
Lokales Segeberg Offen und direkt: Ein neuer Pastor für Schlamersdorf
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22:16 23.09.2013
Einführungsgottesdienst für Pastor Thomas Meyer (l.) mit Propst Dr. Daniel Havemann (r.) und Dieter Kuchenbecker. Quelle: Foto: Domann

„Mit ganzen Herzen hier und dabei“ — nach diesem biblischen Motto will Thomas Meyer seine Pfarrstelle in der St. Jürgen Gemeinde in Schlamersdorf führen. Sonntag wurde er mit einem Gottesdienst durch Propst Dr. Daniel Havemann und dem vorherigen Pastor Dieter Kuchenbecker, nun im Ruhestand, eingeführt.

Der 51-jährige Meyer ist in Braunschweig geboren und hat Theologie in Berlin studiert. Als Urbeweggrund gibt er an: „Als ich drei Jahre alt war, ist meine Urgroßmutter gestorben. Ich habe mich immer gefragt, wo die geliebten Menschen hingehen.“ Im Theologiestudium habe er eine Antwort gefunden. „Nach der Auferstehung sehen wir uns in Gottes himmlischem Reich wieder, egal wie es aussehen wird“, sagte Meyer.

Von 1996 bis 2002 hatte Meyer seine erste Pfarrstelle in Grasleben bei Helmstedt. Dann zog er der Liebe wegen in den Norden nach Quickborn. Seine zweite Frau, Gesine Cramer, arbeitet dort als Atem-, Stimm- und Sprechlehrerin. Knapp elf Jahre war er Pfarrer an der dortigen Kirche, St. Marien. Er hat ein Projekt mit Langzeitarbeitslosen aufgebaut, eine Apfelsammelaktion initiiert und nach dem Reaktorunfall in Fukushima Mahnwachen zum Atomausstieg organisiert. Da er außerdem einen naturnahen Garten in Quickborn hatte, bekam er den Spitznamen „Ökopastor“. Elf Jahre seien eine lange Periode, da sei es Zeit für einen Neuanfang gewesen, zumal in einigen Punkten die Unterstützung im Kirchengemeinderat St. Mariens gefehlt habe, erklärte er.

Nun ist der Pastor in Schlamersdorf angekommen, auch wenn sich noch einige Umzugskartons im Wiesengrund stapeln. Landschaftlich gefalle ihm Schlamersdorf; die Hügel weckten Heimatgefühle ans Harzer Vorland. Außerdem seien die Menschen offen und freundlich. Offen und direkt sei er auch und so komme es vor, dass er klare Worte in seinen Predigten finde. Passe ein Predigttext zu einer gesellschaftlichen Situation, dann nenne er das auch direkt beim Namen. „Die diplomatische Wortwahl ist nicht meine Stärke“, sagte er und schmunzelte. Eine Neuerung gibt es bereits: Am 30. November findet die Kinderkirche statt.

sd

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