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Segeberg Oldtimer: Das knattert, knallt tuckert, rumpelt und wummert
Lokales Segeberg Oldtimer: Das knattert, knallt tuckert, rumpelt und wummert
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18:28 21.10.2017
Treckertreff in Schmalfeld: Maximilian Wystrach, Sven Anuth und Sohn Henry kommen aus Lúbeck und besuchen regelmäßig Treffertrecks. Quelle: Fotos: Domann

Neben Baumstammziehen gab es gestern Abend noch den Late Night Oldtimer-Trecker-Treck (Traktorpulling). In grau, schwarz und braun qualmt es aus den Auspuffrohren; die unterschiedlichen Trecker knattern, knallen, tuckern, rumpeln, scheppern und wummern über den Acker. Einige ziehen Baumstämme durch einen Parcours, andere Fahrer haben sich lieber einen zweiten Traktor ins Schlepptau gehängt.

Seit über 20 Jahren veranstalten die „Treckerfreunde zur Schleppstange“ Oldtimertreffen, Kartoffelfest, historisches Pflügen und Trecker-Trecks. An diesem Wochenende findet das traditionelle Oldtimertreffen in Schmalfeld statt, etwa 100 Oldtimer-Schlepper machen mit.

Ganz gleich welches Vehikel durch den Parcours donnert und seine Kreise fährt, den Fahrern macht es Spaß, die alten landwirtschaftlichen Fahrzeuge durch den Schlamm zu jagen.

Einer von ihnen ist Tom Prange aus Kaltenkirchen. Der 13-Jährige sitzt stolz auf einem 15er Deutz, Baujahr 1950 und kurvt besonnen durch den Schlamm. „Mein Sohn fährt seit eineinhalb Jahren mit dem Schlepper“, sagt Vater Andreas Prange. Für ihn stehe die Sicherheit seines Jungen an erster Stelle, so mussten Toms Beine lang genug sein, um die Kupplung treten zu können. Das sind sie nun und Tom genießt das Treckerfahren. Papa Andreas sagt, dass er froh sei, wenn Handy und Spielekonsole mal in die Ecke fliegen und der Trecker ausgefahren werde. „Außerdem bekommt Tom so ein Gefühl für die Technik und die damit verbundenen Gefahren“, betont der Vater. Im Gegensatz zu einem Computerspiel gebe es beim Trecker keinen Neustart nach einem „Game over“: „Liegt der Trecker auf der Seite, sind die Knochen kaputt“. Und so weiß Tom, dass er nicht zu schnell in Kurven hineinfahren darf, sonst kann der Traktor kippen. Zumal es eine Besonderheit dieses 15er Deutz ist, eine Hochradvariante zu sein, so dass der Schwerpunkt höher liegt. Kleinbauern nutzten den Deutz zum Pflügen, außerdem konnte per Keilriemen auch ein Dreschkasten angetrieben werden. „Der Deutz ist mein zweiter Trecker, den ich restauriert habe. Ich war damals 17“, erinnert sich Prange. Damals hatte er den Trecker überholt und modernisiert. „Jetzt sieht er wieder authentisch aus“, sagt der 45Jährige.

Trecker sind auch die Leidenschaft von Maximilian Wystrach, Sven Anuth und seinem zweijährigen Sohn Henry aus Lübeck. Der Kleine hat zum Schutz gerade „Mickymäuse“ auf die Ohren bekommen, und schon rödelt der Lanz Bulldog D9516 mit den Dreien los. Großmutter Gudrun Anuth und Mama Jessica Jörgens schauen begeistert zu. „Wir sind eine große Freundesclique, wir sind mit elf Bauwagen da“, erzählen die beiden freudestrahlend.

Von Silvie Domann

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